Wer von Globalisierung spricht, denkt an viele Auswirkungen, aber sicherlich kaum an die hiesigen Honigbienen. Sie sind klassische Opfer des weltumspannenden Handels. So gelangten in den 70er-Jahren Varroamilben in gehandelten Bienenvölkern nach Europa. 1977 entdeckten Imker in Hessen erstmals die etwa ein Millimeter großen Tierchen. Seitdem ist das Spinnentier weltweit ein Problem. Nur in Asien lebt die Milbe seit jeher in den Völkern der östlichen Honigbiene ohne nennenswerte Schäden anzurichten. Würden Imker hierzulande ihre Bienen nicht aufwendig behandeln, ginge so gut wie jedes mit dem Parasiten befallene Volk zugrunde – letztlich fast jedes. Im Wald bei Lengenfeld haben es sich Imker aus der Region zur Aufgabe gemacht, dazu beizutragen, dieses Problem, wenn nicht zu lösen, so doch erträglich zu gestalten. Auf der Belegstelle Bodenwiese betreiben sie die Kunst der Bienenzucht.
In Marktredwitz Imker wollen sanftmütige Bienen
Matthias Bäumler 18.05.2025 - 15:00 Uhr