In Marktredwitz Segen für den Werkhof

Bei der Einweihung des Werkhofes (von links): der Marktredwitzer Wirtschaftsförderer Thomas Hecht, Geschäftsführer Hans Plank vom Jobcenter Fichtelgebirge, Landrat Peter Berek, Oberbürgermeister Oliver Weigel, Markus Friedrich, Geschäftsführer Werkhöfe, Pfarrer Christoph Schmidt und Diakon Karl Rühl, geschäftsführender Vorstand der Diakonie Weiden. Foto: /Wilfried Sauer

Der Gebrauchtmöbel-Laden hat jetzt auch offiziell seine Pforten geöffnet. Bei einem Tag der offenen Tür gab es einen Blick hinter die Kulissen.

Der „Werkhof Marktredwitz“, die neue Einrichtung der Diakonie, ist jetzt auch offiziell – nach corona-bedingter Verschiebung – seiner Bestimmung übergeben worden. Bei einem Tag der offenen Tür hatte die Bevölkerung Gelegenheit, hinter die Kulissen des Beschäftigungsprojektes zu schauen, und bekam einer Mitteilung zufolge Informationen aus erster Hand.

Diakon Karl Rühl, geschäftsführender Vorstand der Diakonie Weiden, begrüßte zahlreiche Gäste zu der Einweihung. Pfarrer Christoph Schmidt war auch als Chef des kirchlichen Second-Hand-Ladens „Lucas“ dabei, mit dem der Werkhof eine Kooperation vereinbart hat: Während der Werkhof seinen Schwerpunkt auf gut erhaltene Gebrauchtmöbel legt, wird der Lucas-Laden weiterhin Haushaltswaren, Textilien und typische Flohmarktware annehmen. Schmidt segnete die Arbeit, die Beschäftigten und auch die Besucher des Werkhofes.

Wichtige Rolle

Landrat Peter Berek betonte, dass der neue Möbelwerkhof bei der künftigen Gestaltung der Müllentsorgung eine wichtige Rolle spielen könnte, immerhin sei die Wieder- und Weiterverwendung von Möbelstücken ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Der Geschäftsführer des Werkhofes, Markus Friedrich, bestätigte, dass bereits Gespräche mit dem Abfallberater des Landkreises stattgefunden haben.

Oberbürgermeister Oliver Weigel betonte, es sei toll, dass mit dem Möbelwerkhof wieder eine gemeinnützige Einrichtung in der Stadt ansässig sei, in der alle Bürgerinnen und Bürger günstig gut erhaltene Einrichtungsgegenstände erstehen könnten. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf die Geflüchteten aus der Ukraine, die sich in Deutschland komplett neu einrichten müssen. Zudem müssten gut erhaltene Möbelstücke nicht als Sperrmüll entsorgt werden, sondern könnten über den Werkhof einen neuen Besitzer finden.

Inklusionsfirma

Hans Plank, Geschäftsführer des Jobcenters Fichtelgebirge, betonte, dass es Beschäftigungsprojekte wie den Werkhof brauche, um schon länger arbeitsuchende Menschen wieder näher an den regulären Arbeitsmarkt zu bringen. Auch sei der Werkhof eine Inklusionsfirma, in der speziell schwerbehinderte Menschen Beschäftigungsmöglichkeiten finden. So seien mittel- und langfristig drei bis vier sozialversicherungspflichtige feste Arbeitsstellen im Werkhof Marktredwitz geplant.

Da ein solcher Möbelwerkhof relativ viele Fläche benötige, seien die Miet- und Mietnebenkosten sowie die weiteren Fixkosten relativ hoch, erläutert Werkhof-Geschäftsführer Markus Friedrich. Deshalb freue er sich, dass die evangelische Landeskirche eine eigene Spendenaktion für die Beschäftigung langzeitarbeitsloser Menschen aufgelegt habe. Maßgeblich beteiligt am Aufbau des Möbelwerkhofes war laut der Mitteilung der vorherige stellvertretende Anleiter im Werkhof Weiden, Michael Tschirn, der sich ab Februar an den Umbau der Räume in der Fikentscherstraße 12 in Marktredwitz machte. Wer sich ein Bild vom Angebot machen will, kann dies Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr und am Samstag von 9 bis 12 Uhr direkt im „Werkhof Marktredwitz“ tun . Weitere Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 09231/4179780. red

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