In Sachen Strom Selbwerk und ESM starten Partnerschaft

Eine Solaranlage markiert den Startschuss für eine langfristige Zusammenarbeit. Welche Rolle dabei bezahlbarer Wohnraum spielt.

Die neue PV-Anlage ist in Betrieb. Foto: pr.

Mit einer Photovoltaikanlage auf den Garagendächern nahe des Betriebshofs am Selber Vorwerk haben die städtische Wohnungsbaugesellschaft „Selbwerk“ und die Energieversorgung Selb-Marktredwitz (ESM) den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit gelegt. Das geht aus einer Presseinfo hervor. 

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Die Anlage – zwischen Hohenberger- und Vorwerkstraße südlich des Kreisverkehrs auf dem Vorwerk – ist bereits in Betrieb und erzeugt nach Angaben der Unternehmen rund 14.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Mehr als 40 Prozent des erzeugten Solarstroms werden vor Ort genutzt und decken einen Teil des Strom-Bedarfs des Betriebshofs. Für die städtische Wohnungsbaugesellschaft ist das Projekt zugleich der Auftakt für weitere gemeinsame Vorhaben.

„Wir wollen nicht nur bei unseren Wohngebäuden, sondern auch bei unseren eigenen Betriebsstätten zeigen, dass nachhaltige Energieversorgung möglich ist“, erklärt Selbwerk-Geschäftsführer Andreas Zuber. Das Projekt zeige zudem, dass sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden ließen.

Die ESM plante die Anlage, ließ sie gemeinsam mit einem Partner-Unternehmen errichten und übernimmt den laufenden Betrieb. Das Selbwerk zahlt eine jährliche Miete für die Photovoltaikanlage, muss jedoch weder Investitionskosten tragen noch Betriebsaufwand leisten. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen vom selbst erzeugten Solar-Strom sowie von der Einspeise-Vergütung. Nach Angaben der Projektpartner ergibt sich dadurch über einen Zeitraum von 20 Jahren eine Kostenersparnis.

Gemeinsame Lösungen finden

Felix Langnau, Geschäftsbereichsleiter für Innovative Energielösungen und Erneuerbare Energien bei der ESM, sagt: „Wir wollen nicht nur Energie liefern, sondern gemeinsam mit unseren Kunden konkrete Lösungen entwickeln und umsetzen.“

Im Fokus stehen künftig auch die Wohn- und Gewerbe-Immobilien der Selbwerk GmbH. Gemeinsam sollen Möglichkeiten für moderne Strom- und Wärmekonzepte geprüft und umgesetzt werden, auch mit Blick auf den kommunalen Wärmeplan.

Ziel: bezahlbarer Wohnraum

Für das Selbwerk spielt dabei vor allem die langfristige Bezahlbarkeit des Wohnens eine wichtige Rolle. „Bezahlbarer Wohnraum bedeutet heute mehr als eine angemessene Miete. Auch die Nebenkosten und insbesondere die Kosten für Heizung und Energie müssen für unsere Mieterinnen und Mieter bezahlbar bleiben“, sagt Andreas Zuber.

Nach Angaben der beiden Unternehmen bringt die ESM ihr Fachwissen im Bereich nachhaltiger Energie- und Wärmelösungen ein, während das Selbwerk seine Erfahrung bei Planung, Genehmigungsverfahren und Bauprojekten beisteuert. „Gemeinsam mit der Selbwerk GmbH wollen wir passende Lösungen entwickeln und Schritt für Schritt umsetzen“, erklärt ESM-Geschäftsführer Mathias Jakob.