In Schirnding Endspurt fürs Gemeindezentrum

Architekt Gerhard Plaß, Bürgermeisterin Karin Fleischer und Stellvertreterin Anna Kupfer im Innenhof des neuen Gemeindezentrums Foto: /Oswald Zintl

Ein Schmuckstück für das gesellschaftliche Leben soll der ehemalige Sack-Hof werden. Dafür nimmt die Marktgemeinde 4,5 Millionen Euro in die Hand.

Den Menschen in Schirnding einen gesellschaftlichen Mittelpunkt bieten und die Kommune als Wohnort attraktiver machen – das ist die Zielsetzung der Verantwortlichen im Rathaus. Für das Gemeindezentrum nimmt die Marktgemeinde mit ihren 1135 Einwohnern immerhin 4,5 Millionen Euro in die Hand: für die Umgestaltung und einen Anbau des ehemaligen Sack-Hofes. Bürgermeisterin Karin Fleischer hatte vor der jüngsten Gemeinderatssitzung zu einer Baustellenbesichtigung eingeladen. Dabei machte die Bürgermeisterin deutlich, dass die Neugestaltung des Marktplatzumfeldes mit dem ehemaligen Sack-Hof nicht abgeschlossen ist.

Bis Spätherbst

Architekt Gerhard Plaß zeigte sich zuversichtlich, dass die noch ausstehen Baumaßnahmen – inklusive der Außenarbeiten, die inzwischen auch vergeben sind – im Spätherbst bis auf Kleinigkeiten abgeschlossen sein werden. Im Erdgeschoss des neuen Gemeindezentrums findet die Gemeindebücherei sowie ein Mehrgenerationentreff ein neues Zuhause. Im ersten Obergeschoss wird das barrierefrei zu erreichende Grenzmuseum einziehen. Weiterhin ist dort Platz für das Gemeindearchiv sowie Räume für die Verwaltung. Unter dem Dach gibt es einen Veranstaltungsraum und Platz für die Musikschule. Der weitläufige Hofraum wird zukünftig als „Feierhof“ für Vereine, den Dorfmarkt und als sicherer Gehweg für die Kinder zur Schule zur Verfügung stehen. Das Fazit von Gerhard Plaß: „Es ist eine tolle Geschichte, wenn sich eine Kommune dazu entschließt, den Ortskern unter dem Motto ,Neues Leben im alten Bauernhof’ aufzuwerten.“

Möglich gemacht hat diese Investition die Unterstützung durch die Städtebauförderung mit einem Fördersatz von etwa 80 Prozent sowie eine Zuwendung der Oberfrankenstiftung in Höhe von 500 000 Euro.

Machbarkeitsstudie

Im Umfeld hat die Marktgemeinde das Gulder-Haus – eine ehemalige Gaststätte mit Brauerei – gekauft, ebenso das Wohnhaus Kirchberg 9 und das Haus Hauptstraße 18. Die beiden letztgenannten Gebäude werden abgerissen. Für die ehemalige Gaststätte soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, ebenfalls im Rahmen der Städtebauförderung.

In der Marktgemeinderatssitzung informierte Bürgermeisterin Karin Fleischer darüber, dass die Arbeiten für die Außenanlagen des Gemeindezentrums zum Angebotspreis von knapp 300 000 Euro an die Firma Kropf in Thiersheim vergeben wurden. Die Räte genehmigten einstimmig die Jahresrechnungen 2020 und 2021. Als Termin für die Einweihung des Schulhofes nannte die Bürgermeisterin den 1. Oktober. Im Ortsteil Raithenbach will das Bayernwerk in den kommenden Wochen die Erdverkabelung umsetzen.

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