In Selb 200 000 Euro für Kommunales Kino

red
Absolut im angepeilten finanziellen Rahmen bewegen sich die Arbeiten für das Kommunale Kino „Spektrum“ in Selb. Foto: /Florian Miedl

Die Verwaltung legt auf Antrag der CSU den Stand der Finanzierung beim „Spektrum“ vor. Eine endgültige Rechnung ist das aber noch nicht.

Zwar keinen Sachstandsbericht, aber einen Überblick über den Stand der Finanzierung beim Kommunalen Kino „Spektrum“ haben die Mitglieder des Selber Stadtrats in der jüngsten Sitzung bekommen. Ausfallen musste der Sachstandsbericht, weil die Kinoleiterin Jennifer Ruckdeschel erkrankt war. Auf Antrag von Wolfgang Kreil (CSU) wurde aber der Finanzierungsüberblick von der nichtöffentlichen in die öffentliche Sitzung genommen. Demnach liegt der Eigenmittelanteil der Stadt bei derzeit rund 200 000 Euro.

Im August 2019 hatte der Stadtrat beschlossen, das Kino umfassend zu sanieren. Gefördert wird dies über die Förderoffensive Nordostbayern (Fonob). Außerdem wurden damals Spenden – auch aus der Industrie und der Geschäftswelt – gesammelt. Wie es in der Vorlage der Verwaltung heißt, sind dabei 203 300 Euro zusammengekommen.

90 Prozent Förderung

Von den Gesamtkosten in Höhe von 1 627 754 Euro hat die Regierung 1 588 090 Euro als förderfähig anerkannt. Somit bleiben der Stadt 39 663 Euro an nichtförderfähigen Kosten, die sie selbst tragen muss. Von den förderfähigen Kosten übernimmt der Staat 90 Prozent. Also muss die Stadt Selb die restlichen zehn Prozent, sprich 158 800 Euro, übernehmen. Zusammen ergibt sich also eine Summe von momentan 198 463 Euro.

Die Verwaltung legte auch die Kostenfortschreibung des Selbwerks vor, das die Bauleitung hat. Bislang wurden Rechnungen in Höhe von 1107446 Euro beglichen, gleichzeitig wurden Aufträge mit einem Volumen von 1 331 643 Euro vergeben. Allerdings seien dies keine endgültigen Werte, vielmehr könne es in den einzelnen Kostengruppen noch zu Verschiebungen kommen. Falls es Mehrkosten geben sollte, werde die Verwaltung einen Antrag auf Nachförderung bei der Regierung von Oberfranken stellen. Allerdings stellte die Verwaltung klar, dass dies noch keine endgültige Abrechnung ist.

Nur Zwischenstand

Damit war der CSU-Fraktionssprecher nicht ganz zufrieden. Dies sei ein reiner Zwischenstand, ohne zu wissen, was noch kommt.

Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch hielt dagegen, dass sich die Stadt in der bewilligten Fördersumme bewege. Was noch kommen könnte, sei derzeit nicht kalkulierbar. Und auf den Einwand Kreils, dass man durchaus eine Prognose errechnen könne, antwortete Pötzsch, dass der Stadtrat den städtischen Beitrag auf 80 000 Euro gedeckelt habe. Momentan bewege man sich also mit diesen städtischen 80 000 Euro und den 203 300 Euro Spenden im vorgegebenen Rahmen.

Matthias Müller bat darum, in dem noch ausstehenden Bericht die Frage zu beantworten, wie lange es nach dem Einbau der bestellten, aber noch nicht gelieferten Lüftungsanlage noch dauern wird, bis das Kino öffnet.

 

Bilder