In Selb „Scherbenglück“ belebt Innenstadt

Silke Meier
Im neuen Laden „Scherbenglück“ in der Friedrich-Ebert-Straße 1 (von links) Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, Rosi Döhler, Vorsitzende des Förderverein Porzellanikon, Sammlerin und Vereinsmitglied Andrea Hanold, Schriftführer Udo Benker-Wienands und Bernd Freiherr von Chiari, stellvertretender Vorsitzender. Foto: /Silke Meier

Einen Laden für Porzellan eröffnet der Förderverein des Porzellanikon in der Selber Innenstadt. Die Türen öffnen sich erstmals am 19. März.

Ein neuer Porzellanladen belebt ab dem Frühlingsmarkt am Sonntag, 19. März, die Selber Innenstadt. In der Friedrich-Ebert-Straße 1 an der Ecke Ludwigstraße, gegenüber der Designmanufaktur Voigt, öffnet das „Scherbenglück“. Das Ladengeschäft, in dem gespendetes Porzellan verkauft wird, betreiben ehrenamtlich die Mitglieder des Fördervereins des Porzellanikons. Der Erlös geht deswegen auch an das staatliche Museum für Porzellan mit seinen Standorten Selb-Plößberg und Hohenberg. Die Räume stellt die Stadt Selb zur Verfügung.

„Wir freuen uns sehr, hier sein zu können und das Stadtbild positiv zu verändern“, freute sich Rosi Döhler, Vorsitzende des Fördervereins, bei der Vorstellung des Ladens. 200 Mitglieder zählt der Verein, der mit seinen Mitteln nach Möglichkeit Exponate für das Museum ankauft. „Bedeutend waren in jüngster Vergangenheit die Briefe von Frau Hutschenreuther, die in einem Nachlass in Hamburg gefunden wurden“, sagte Bernd Freiherr von Chiari, der stellvertretende Vorsitzende. Auch diese Briefe konnten mit Unterstützung des Fördervereins angekauft werden. „Die besten Stücke stehen meistens auf den Dachböden“, merkte Andrea Hanold an. Und Udo Benker-Wienands kann sich vorstellen, die Porzellananhänger, die zugunsten der Vereins „Leben und Lernen in Kenia“ jedes Jahr einen prominenten Weihnachtsbaum schmücken, ebenfalls in dem Laden anzubieten. „Wir freuen uns überhaupt über jede Art der Kooperation“, sagte dazu Rosi Döhler.

Auch andere Fördervereine

Angesprochen sollen sich auch weitere Fördervereine fühlen, beispielsweise von Kindertagesstätten oder Schulen, die Kaffee und Kuchen oder auch Wienerle in dem Laden verkaufen möchten. „Jeder, der etwas anbieten kann, und damit seine Vereinskasse aufbessern möchte, ist uns willkommen“, machte die Vorsitzende deutlich. Ein oder zwei Jahre soll der Laden nach den jetzigen Planungen unter dieser Adresse bleiben. Dann werde man sehen, wie sich das Stadtbild weiter verändert und wohin man ziehen könne.

Für Andrea Hanold ist der Standort genau richtig. Udo Benker-Wienands sagte: „Wir haben die Werksverkäufe in der Stadt, aber wer altes Porzellan sucht, der ist an dieser Adresse in der Friedrich-Ebert-Straße richtig.“

Kontakt zu Firmen

Rosi Döhler wünscht sich auch guten Kontakt zu den Porzellanfirmen in der Region. Jedes Stück Porzellan, das der Förderverein geschenkt bekommt und verkaufen kann, tue Gutes. Ihr Stellvertreter erinnerte in diesem Zusammenhang an die Klassenfahrten, die zum Porzellanikon unternommen werden. Die Kosten, die dafür anfallen, federe der Förderverein ab. Etliche Schulklassen aus der Region seien bisher in den Genuss gekommen, das Museum kennenzulernen. Auch aus Eger reisten Schulkinder nach Selb ins Museum.

Der Porzellanladen in der Selber Innenstadt möge nach den Worten der Organisatoren den einen oder anderen Sammlerwunsch erfüllen und auch während der Bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen ein Treffpunkt werden. Geöffnet hat der Laden ab 25. März jeden Samstag von 9 bis 13 Uhr. Porzellanspenden kann man während der Öffnungszeiten abgeben.

 

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