In Waldershof Erster Schritt zur Ortsumgehung

Grünes Licht gab es beim Baustellentermin zum Start der Teilstrecke zwischen Kreisverkehr und Bahnstrecke. Im Bild (von links): Baudirektor Gerhard Kederer, Walter Scharnagl, Ramona Sollfrank (Bauleitung der Firma Scharnagl), Wilfried Neumann, Polier Jürgen Krämer, Ingenieur Harald Götz, Iris Seeber vom Waldershofer Bauamt, Ingenieur Hubert Stark, Baudirektor Tobias Bäumler und Bürgermeisterin Margit Bayer. Foto: Florian Miedl/Florian Miedl

Bis zum Jahresende soll der 400 Meter lange Bauabschnitt zwischen dem Kreisverkehr und der Bahnlinie in Waldershof abgeschlossen sein. Die Kosten dafür liegen bei 2,5 Millionen Euro. Die Gesamtfertigstellung der 3,4 Kilometer langen Strecke ist für das Jahr 2026 geplant.

Es geht voran mit der langersehnten Ortsumgehung Waldershof. Seit Mittwoch wird der Straßenabschnitt gebaut. Schon nach dem ersten Spatenstich am 2. September 2020 war Bürgermeisterin Margit Bayer die Erleichterung ins Gesicht geschrieben: „Nach 40 Jahren Diskussionen, Planung und Umplanungen wird die Ortsumgehung Wirklichkeit. Dieses infrastrukturelle Großprojekt, für das der Freistaat 32 Millionen Euro in die Hand nimmt, fördert unsere Region über Bezirksgrenzen hinweg.“ Im September 2020 begann der erste Bauabschnitt mit der Realisierung der Brücke am Kreisverkehr über dem Geh- und Radweg. Ein Jahr später begannen die Arbeiten am Bau der Kösseinebrücke gegenüber dem Kösseinebad. Diese Maßnahme ist inzwischen auch abgeschlossen. Ebenfalls in diesem Zeitraum wurde die Ferngasleitung verlegt.

Am gestrigen Mittwoch fiel nun der offizielle Startschuss für den ersten Straßenabschnitt. Auf einer Länge von 400 Metern werden zuerst die Entwässerungsmaßnahmen angegangen und anschließend die Fahrbahn mit einer Breite von sieben Metern zwischen dem Kreisverkehr und der Bahnlinie gebaut.

2,5 Millionen Euro

Baudirektor Gerhard Kederer vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach machte an Ort und Stelle deutlich, dass es in diesem Bereich sehr viele Abhängigkeiten gebe – etwa die links und rechts der Straße stehenden Gebäude der Firma Cube sowie das dazugehörige Verbindungsterminal, die Unterführung der Bahnlinie und die Entwässerung des Geländes. Die Gesamtkosten für diesen Bauabschnitt bezifferte der Baudirektor auf insgesamt 2,5 Millionen Euro. Allerdings geht die Hälfte des Betrages zu Lasten der Stadt Waldershof für die notwendigen Leitungsarbeiten zur Entwässerung.

Als positiv wertete Kederer die Tatsache, dass die Aufträge des Staatlichen Bauamtes und der Stadt in der Hand eines Bauunternehmens seien und somit ein reibungsloser Arbeitsablauf gewährleistet sei. Dass die Zusammenarbeit mit der Firma Scharnagl sehr gut funktioniert, machte Kederer am Bau der Kösseinebrücke deutlich. Dank sagte der Baudirektor an die Firma Cube für die Bereitstellung der Baubetriebsflächen und der Baustellenzufahrt.

Termingerecht

Baudirektor Tobias Bäumler, Bereichsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, sagte beim Baustellentermin: „Wir freuen uns, endlich in die Fläche zu kommen. Mit dem Bauunternehmen Scharnagl haben wir einen zuverlässigen Partner, der Gas geben kann. Bis zum Jahresende soll das Teilstück fertig sein.“ Bäumler machte dabei deutlich, dass die Behörde großen Wert darauf lege, dass die bereitgestellten Gelder des Freistaates termingerecht verbaut werden. Bäumler weiter: „Die Finanzierung der gesamten Ortsumgehung mit 32 Millionen Euro, die 2026 abgeschlossen sein soll, ist gesichert.“ Auf die lange Umsetzungsdauer eingehend machte der Baudirektor deutlich, dass diese Maßnahme nicht zu vergleichen sei mit einem Umgehungsbau auf der grünen Wiese.

Bürgermeisterin Margit Bayer freute sich, dass nun wieder Bewegung in die Realisierung der Ortsumgehung komme und die Baumaßnahmen in diesem Teilabschnitt zwischen der Stadt und dem Bauamt sehr gut koordiniert werden konnten.

Geplante Punktlandung

Walter Scharnagl vom gleichnamigen Unternehmen sagte zum Start der Arbeiten: „Die Messlatte liegt hoch. Wir haben deswegen auch in zusätzliche Maschinen investiert und wollen eine Punktlandung machen. Oberste Priorität aber hat ein unfallfreies Arbeiten.“

Der weitere Bauablauf ist wie folgt geplant: Im kommenden Jahr werden der Bauabschnitt zwischen Bahnlinie und der Kreisstraße Tir 17 sowie die Radwegeunterführung am Kösseinebad realisiert. Im Jahr 2024 werden die beiden Bahnbauwerke, also die Brücken, mit Unter- und Überführung von Seiten der Bahn baufertig übergeben. Im Jahr 2025 soll die Errichtung der Reststrecke beginnen. Die Gesamtfertigstellung ist auf das Jahr 2026 terminiert.

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