Rehau - In der Stadt Rehau sind die Corona-Infektionen in den zurückliegenden Wochen im Vergleich zu anderen Orten im Landkreis regelrecht explodiert. Am Dienstagmorgen beziffert der Landkreis sie auf 109 positive Fälle. Das ist knapp ein Fünftel aller aktuellen Fälle in Stadt und Landkreis Hof. Das ist erneut ein Thema in der Stadtpolitik gewesen. Ulrich Scharfenberg (SPD) hatte bereits vor zwei Wochen im Stadtrat angefragt, ob die Stadt nicht ihrerseits etwas tun sollte, um die Pandemie weiter einzudämmen. Damals, bei um die 40 Infizierten, hatte Bürgermeister Michael Abraham noch weitgehend abgewinkt. Nachdem sich die Zahlen nun aus seiner Sicht unerwartet in kurzer Zeit beinahe verdreifacht hatten, wurde das Stadtoberhaupt ernster. Abraham appellierte an die Bevölkerung, sich strikt an alle Vorgaben zu halten. „Es gibt einzelne Gruppen in der Bevölkerung, die das offenbar nicht so machen“, sagte er und betonte, damit ausdrücklich keine Nationalitäten zu meinen. Was weitere Maßnahmen, die die Stadt ergreifen könnte, angeht, sah Abraham das Ende der Fahnenstange erreicht. Was noch machbar sei, sei eine Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen. „Aber ich sehe in Rehau keine Lokalität, wo das eine Hilfe wäre“, sagte der Bürgermeister. Das Infektionsgeschehen ist aus Sicht der Stadt diffus. „Es gibt nicht den einen Ausbruch hier oder da, es ist von allem etwas“, sagte Abraham. P. G.