Infos und Präsente SPD-Fraktion will neue Hofer willkommen heißen

Damit die Hofer Kinder glücklich und geborgen aufwachsen: Für Neugeborene soll es, geht es nach der SPD, nicht nur Geschenke geben. Die Eltern sollen zugleich eine Broschüre bekommen, die etwa über Beratungsangebote aufklärt. Foto: Pixabay/Victoria Borodinova

Seien es Neugeborene oder Zugezogene: Die Räte wünschen sich eine bessere Willkommenskultur. In zwei Anträgen regen sie an, Präsente und Broschüren mit Infos einzuführen.

Hof - Um die Vermittlung von Informationen an und ein warmes Willkommen für diejenigen, die nach Hof ziehen oder neue Hofer in die Welt setzen, geht es der SPD-Fraktion im Stadtrat in zwei Anträgen an die Verwaltung, über die der Stadtrat demnächst beschließen soll.

Wenn ein Kind geboren wird, erhalten die Eltern oft ein kleines Willkommens-Geschenk von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. In Hof ist dieses Willkommens-Geschenk vor vielen Jahren der Haushaltskonsolidierung zum Opfer gefallen. „Wir finden, es ist an der Zeit, das Willkommensgeschenk als kleine Geste einer familienfreundlichen Stadt nicht nur wieder einzuführen, sondern auch weiter zu denken“, heißt es im ersten Antragsschreiben.

In anderen Kommunen sei es üblich, dass die kleine Aufmerksamkeit zur Geburt des Kindes im Standesamt mit der Aushändigung der Geburtsurkunde übergeben wird. Oftmals sei das überhaupt der erste Kontakt zwischen jungen Eltern und einer städtischen Verwaltung.

Dieser „Erstkontakt“ sei von großer Bedeutung – gerade vor dem Hintergrund, dass Hilfs- und Unterstützungsangebote für Eltern und deren Kinder häufig nicht dort ankämen, wo sie sollten, ist es unserer Ansicht nach wichtig. Hier könne man Eltern neben einem Willkommenspräsent, bestehend aus einem kleinen Latz mit Stadtlogo, Söckchen und Hofer Wertgutscheinen, Informationen zum Thema Kind inklusive Beratungsangebote in Form einer Broschüre, erstellt mit Bildungseinrichtungen, Wohlfahrtsverbänden und Sozialunternehmen, mitzugeben.

Ein Beratungsgutschein, der beispielsweise gemeinsam mit Wohlfahrtsverbänden konzipiert wird, könnte darüber hinaus als Türöffner dienen – und wenn es nur darum geht, beim Ausfüllen des Kindergeld- oder Elterngeld-Antrags zu helfen.

„Die Beratungsgutscheine und Informationsbroschüre können über die Akquise von Drittmitteln (zum Beispiel Aktion Sternstunden) und Werbeeinnahmen (themenspezifische Anzeigenschaltung im Flyer) finanziert werden“, schlägt die SPD-Fraktion vor. „Die Kosten für das Willkommensgeschenk sind für die Haushaltsberatungen 2021/22 zu ermitteln und entsprechend bereitzustellen.“

Der zweite Antrag nimmt die neu Zuziehenden in den Blick: Der Umzug in eine neue Stadt bedeute immer auch einen Neuanfang. Damit seien Fragen und Unsicherheiten verbunden, heißt es in dem Schreiben. „Wo kann ich hier Menschen kennenlernen? Welche Freizeitangebote gibt es? Was kann mir die Stadt kulturell bieten? Wenn ich ein Anliegen habe, an wen muss ich mich wenden?“

Damit dieser Neuanfang und das Beantworten der damit verbundenen Fragen leichter fallen, gebe es in vielen Städten und Gemeinden ein Willkommenspaket, das Informationen über die neue Heimat in einer Broschüre bündelt, oft verbunden mit Gutscheinen von Werbetreibenden oder Schnupperfahrkarten für den ÖPNV. So etwas solle es auch für Hof künftig geben. Kooperationspartner könnten die Stadtwerke, der Stadtmarketingverein, die Werbegemeinschaften sein. Finanzierung: über Anzeigen im Heft. red

 

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