Ein Bayreuther als Inbegriff eines Urgesteins der Selber Wölfe: Gibt’s nicht? Gibt’s doch. Im Jahr 2004, der ERC Selb war gerade pleite gegangen und der VER neu gegründet worden, lotste Manfred Ahne, der als Trainer in der Bezirksliga den Neuanfang mit vielen jungen Eigengewächsen einleiten sollte, Marc Thumm als erfahrenen Verteidiger vom Erzrivalen Bayreuth nach Selb. Und dem damals 30-Jährigen schien die Selber Luft gut bekommen zu sein. Sechs Jahre stand Thumm auf dem Eis und feierte mit den Wölfen drei Aufstiege. Als 2010 das große Ziel Oberliga erreicht war, hängte er zwar seine Schlittschuhe an den Nagel, blieb dem Selber Eishockey aber als Co-Trainer – zunächst von Cory Holden, später dann von Henry Tom und Herbert Hohenberger – weiter treu. Bis zum Frühjahr diesen Jahres und den erfolgreichen DEL2-Playdowns (ausgerechnet) gegen die Bayreuth Tigers. Im Zuge der weiteren Professionalisierung bei den Wölfen, die einen hauptamtlichen Co-Trainer installieren wollten, musste Thumm aus beruflichen Gründen ade sagen.
Interview „Der VER war für mich wie ein Baby“
Andreas Pöhner 20.09.2022 - 17:09 Uhr