Im 19. Jahrhundert noch zum politischen Nationalhelden hochgejubelt, hat Armin der Cherusker heute als Identifikationsfigur ausgedient. Geblieben ist eine schillernde, widersprüchliche Persönlichkeit an der Schnittstelle zweier Welten – des Römischen Reiches und der germanischen Stämme. Seine Lebensgeschichte bietet bis heute fesselnden Erzählstoff über Loyalität, Rebellion, Liebe und tödliche Familienfehden. Nicht ohne Grund wurde die Netflix-Serie „Barbaren“ zu einem weltweiten Streamingerfolg. Der Kulmbacher Harald Ellner (69) hat sich mit dem Eintritt in den Ruhestand intensiv in diese Epoche vertieft. Das Ergebnis ist ein 200-seitiger historischer Roman, der der filmischen Konkurrenz an Spannung und Farbigkeit in nichts nachsteht, dabei dicht an der Wirklichkeit bleibt. Wir haben mit dem Newcomer-Autor über sein Erstlingswerk gesprochen.