So einen Auftritt erlebt man in Stadt- und Gemeinderäten nicht alle Tage, schon gar nicht in Konradsreuth: Am 24. Mai platzte dort dem sonst eher besonnenen Bürgermeister Matthias Döhla der Kragen (die Frankenpost berichtete) – in einer Wutrede in der öffentlichen Gemeinderatssitzung machte er seinem Groll Luft, über die zögerliche Bearbeitung eines Förderantrags zur Kindertagesstätte durch die Regierung von Oberfranken. Dabei blieb es nicht: Döhla beklagte generell überbordenden Bürokratismus in Deutschland – und holte zu einem Rundumschlag aus gegen die große Politik, „egal welcher Couleur, ob Schwarz, Grün, Rot oder Gelb“, wegen der seiner Meinung nach mangelnden Bürgernähe. Mittlerweile haben sich der Bürgermeister und der Konradsreuther Kämmerer Bastian Schreiner in Bayreuth zu einem Gespräch mit den zuständigen Fachleuten der Regierung getroffen. Die Frankenpost nachgefragt.
Konradsreuther Bürgermeister Nach Wutrede: „Manchmal muss es einfach raus“
Hannes Keltsch 22.06.2023 - 10:53 Uhr