Trump verwies auf Überlegungen, dass die Schifffahrt durch die Straße von Hormus gemeinsam von den USA und dem Iran abgesichert werden könnte. Wie genau er sich das vorstellt, blieb zunächst offen.
Richard Meade von der Plattform Lloyd’s List Intelligence, die auf Analysen und Daten zur Schifffahrt spezialisiert ist, äußerte im britischen "Guardian" Zweifel, ob sich Reedereien überhaupt dazu entscheiden würden, in der unübersichtlichen und fragilen Lage ihre Schiffe zügig die Meerenge passieren zu lassen. Solange Reedereien nicht Klarheit über die Bedingungen für eine Durchfahrt hätten, würden sie im Grunde abwarten.
Nach Verkündung der Waffenruhe passierten übereinstimmenden Berichten zufolge zunächst auch nur einzelne Schiffe die Straße von Hormus. Die meisten Reedereien warteten unverändert auf eine Besserung der Sicherheitslage.
Experten verweisen entsprechend darauf, dass es länger dauern könnte, bis der Transport von Öl durch die Meerenge wieder das Vorkriegsniveau erreichen könnte. Für Trump, der immer wieder bekräftigt hat, dass es sich bei den gestiegenen Preisen um eine kurzfristige Entwicklung handelt, könnte das zum Problem werden. Viel Zeit bleibt ihm nicht.