Wie stellt sich die Lage für die Schifffahrt zurzeit dar?
Die US-Marine begleitet zwar nach Angaben aus Washington im Rahmen ihres "Projekts Freiheit" Tanker und Handelsschiffe durch die Meerenge. Doch im Vergleich zu vor dem Krieg fährt nur ein Bruchteil der Schiffe durch die Straße von Hormus. Viele Reedereien sehen in der Durchfahrt weiter ein großes Risiko. Immer noch greift der Iran Schiffe an. Auch die USA attackierten iranische Öltanker.
Ende August berichtete die Weltschifffahrtsorganisation, dass noch immer rund 400 Schiffe mit 6.000 Seeleuten im Persischen Golf feststeckten.
Was bedeutet das für die Wirtschaft?
Für die Märkte war die Absage des Treffens im Oman eine weitere schlechte Nachricht. Zum Wochenstart legten die Ölpreise zu. Grund dafür ist auch, dass Saudi-Arabien eine Ölpipeline nach Drohnenangriffen abgeschaltet hat. Zudem könnte die Einnahme der gesamten jemenitischen Küste des Roten Meeres und wichtiger Inseln durch die islamistische Huthi-Miliz Auswirkungen auf die Handelsschifffahrt durch den Bab al-Mandab haben. Die Straße von Hormus ist also längst nicht mehr der einzige Schmerzpunkt.