Voriges Jahr im Frühling, als ein Teil der bayerischen Jäger den 2020 neu ins Amt gewählten Präsidenten des bayerischen Jagd-Verbandes (BJV), Ernst Weidenbusch, beim Bayerischen Jägertag in Hof abwählen wollte, hatte Ludwig von Lerchenfeld, Schlossherr in Heinersreuth bei Presseck und ehemaliger Landtagsabgeordneter, seinen Hut in den Ring geworfen. Wäre Weidenbusch tatsächlich abgewählt worden, hätte Lerchenfeld kandidiert. Aber so weit ist es damals nicht gekommen. von 706 Stimmberechtigten waren 291 für die Abwahl des BJV-Präsidenten, 392 votierten für ihn. Doch der Freiherr aus dem Stadtsteinacher Oberland wird es damit nicht bewenden lassen. Am Mittwoch, als er sich als neu gewählter Vorsitzender des Kulmbacher Jagdschutz- und Jägervereins präsentierte, machte Lerchenfeld kein Geheimnis daraus, dass diesem Schritt ein weiterer folgen würde: Der Chef eines großen Fortbetriebs und leidenschaftliche Jäger will es noch mal wissen. Diesmal mit einer „richtigen“ Kandidatur bei der turnusmäßigen nächsten Wahl 2026. Lerchenfeld will Präsident des BJV mit seinen rund 50 000 Mitgliedern werden.