Jahresausblick „Das Baugebiet ist das größte Projekt“

Guttenbergs Bürgermeister Philip Laaber. Foto: Archiv

Wie blicken die Bürgermeister im Kulmbacher Land auf das Jahr 2023? Welche Herausforderungen, Hoffnungen und Sorgen sehen sie für ihre Gemeinde? Die Redaktion hat sie gefragt. Im Gespräch verraten sie auch, was sie mit einer Millionen Euro anfangen würden.

 

Im heutigen Teil unserer Serie blickt Guttenbergs Bürgermeister Philip Laaber auf das noch junge Jahr voraus. Neben der Erschließung eines neuen Baugebiets sieht der Rathauschef vor allem in der Weiterführung des Vereinslebens nach Corona eine Herausforderung.

Das größte Projekt, das in diesem Jahr ansteht ist…

die Erschließung unseres Baugebietes in der Breiten Wiese III.

Die kniffeligste Aufgabe 2023 ist…

die Ausarbeitung eines Wasserversorgungskonzeptes, in welchem es um die Sanierung der bestehenden Quellfassungen und Quellschutzgebiete sowie den Anschluss an die Fernwasserversorgung geht.

Blicke ich auf das neue Jahr, ist meine größte Sorge…

der demografische Wandel und der voranschreitende Klimawandel mit der einhergehenden Trockenheit. Das neue Baugebiet, welches eine hohe Nachfrage aufweist, stimmt mich zuversichtlich, dem demografischen Wandel einen großen Schritt entgegenzuwirken. Den Klimawandel werden wir nicht aufhalten, jedoch kann jeder hierzu einen Teil beitragen. In der Gemeinde erarbeiten wir aktuell mit unserem Ingenieurbüro ein Konzept für die zukünftige Trinkwasserversorgung und den Anschluss an die FWO.

Wenn die Gemeinde eine Million Euro im Lotto gewinnt, dann…

würde ich das Geld für einige Projekte in der Gemeinde investieren, wie zum Beispiel für die Sanierung unserer Quellfassungen und den Anschluss an die FWO sowie für den Ausbau des Radwegenetzes.

Die größte Herausforderung für alte/junge Bewohner unserer Gemeinde ist…

die Weiterführung unseres regen Vereinslebens in Guttenberg nach der Corona-Pandemie. In jüngsten Jahreshauptversammlungen habe ich eine positive Aufbruchstimmung bei der Übergabe von Vorstandspositionen an die junge Generation erlebt.

Schon immer einmal Danke sagen wollte ich…

allen ehrenamtlich Tätigen für ihr großes Engagement in unserer Gemeinde.

Von der „großen Politik“ erwarte ich mir…

...mehr Unterstützung auf kommunaler Ebene. Wobei ich bereits sehr dankbar über die Hilfe unserer Bundestags- und Landtagsabgeordneten bin, ohne die viele Projekte nicht realisierbar wären. Die Reduzierung von Auflagen für anstehende Bauprojekte und der Abbau der Bürokratie wären wichtige Schritte für die Vereinfachung von Verwaltungsaufgaben.

2023 wird ein erfolgreiches Jahr gewesen sein, wenn …

wir unsere gesteckten Ziele für dieses Jahr erreicht haben und damit meine ich unter anderem die Erschließung unseres neuen Baugebietes sowie die Fertigstellung unseres Wasserversorgungskonzeptes.

Was plant die Gemeinde, um den Ausbau an erneuerbaren Energien voranzutreiben?

Zusammen mit dem Gemeinderat erörtern wir aktuell Möglichkeiten, welche in unserer Gemeinde sinnvoll und finanziell umsetzbar sind. Diesbezüglich ist ein Termin mit einem Energieberater geplant.

In diesen Bereichen kann die Gemeinde künftig Energie sparen…

Dank der Umrüstung unserer Straßenbeleuchtung auf LED konnten wir unseren Stromverbrauch stark reduzieren. Mit der Nutzung unserer eigenen Quellfassungen sparen wir uns zusätzliche Energiekosten. Unser Dorfgemeinschaftshaus wird bereits größtenteils mit einer Wärmepumpe beheizt. Die vermietete PV-Anlage auf dem Dach können wir nach Ablauf des Vertrages selbst nutzen und somit die Wärmepumpe nahezu autark betreiben.

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