Wenn Josef Huber über Heimat spricht, fällt kein großes Wort. Kein Pathos, keine lange Erklärung. Nur ein einziger Begriff: Ruhe. Es ist eine Antwort, die viel über den in seinem Amt bestätigten Cheftrainer der Selber Wölfe verrät. Denn Ruhe meint bei Huber nicht Stillstand. Sie beschreibt vielmehr eine innere Ordnung. Die Fähigkeit, Gedanken zu sortieren, Entscheidungen zu treffen und sich von äußeren Geräuschen nicht ablenken zu lassen. In einer Branche, in der Lautstärke oft mit Führung verwechselt wird, wirkt der 32-Jährige beinahe wie ein Gegenentwurf. Vielleicht ist genau das seine größte Stärke.