„Joy in Belief“ Gospelchor rockt die Arzberger Kirche

Michael Meier
Der Gospelchor „Joy in Belief“ begeisterte das Publikum in der Arzberger Pfarrkirche Maria Immaculata. Foto: Michael Meier

„Joy in Belief“ präsentiert eine bunte Mischung aus Klassikern und modernen Rock- und Poptitel. Die Zuschauer sind hellauf begeistert.

 
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„So müsste es immer im Gottesdienst sein“, „Wahnsinn, so voll war unsere Kirche schon lange nicht mehr“ und „Bei dieser Musik geht einem das Herz auf“ – so lauteten die Kommentare der Besucher in der Pfarrkirche Maria Immaculata in Arzberg. Der Grund für diese Lobreden war der Auftritt des oberfränkischen Gospelchors „Joy in Belief“ am Sonntagabend.

Nach den Grußworten von Pfarrer Stefan Prunhuber begann das Konzert mit einem Soloauftritt der charismatischen Hauptsängerin und Chorleiterin Marina Seidel. Ihr von der Band begleitetes Stück „Goodness of God“ kam sehr stimmgewaltig rüber. Danach formierten sich die 13 Sängerinnen und fünf Sänger des Chores vor dem Altar – und in der Kirche gab es kein Halten mehr. Denn das Besondere an der im Jahr 2000 gegründeten Formation ist ihre musikalische Flexibilität: „Joy in Belief“ spult nämlich bei den Konzerten keinen starren Liedplan ab, sondern bindet die Musikwünsche des Publikums mit ein. Und so kam es, dass neben den klassischen Gospelsongs wie „He’s got the whole world in his hands“, „Let my people go“,„Oh happy day“, „I will follow him“ und dem Gefangenenchor aus Verdis Oper Nabucco auch moderne Rock- und Poptitel in Maria Immaculata erschallten. „Knockin’ on Heaven’s door“ von Guns n’ Roses, „Stairway to Heaven“ von Led Zeppelin, „Rivers of Babylon“ von Boney M und natürlich Leonard Cohens „Halleluja“ waren nur einige davon. Die Besucher standen auf, klatschten und sangen fleißig mit.

Stürmischer Applaus

„Als im Jahr 2020 das kulturelle Leben zum Erliegen kam, dachte ich, dass unser Chor diese Zeit nicht überleben wird“, erzählte Marina Seidel in ihrer Moderation. Nach ihren Worten entdeckte sie in dieser Situation das Lied „I wanna sing a new song“ von PJ Putnam. „Ich wusste, wenn wir wieder auftreten können, wird dieses Stück gesungen.“ Dieses Versprechen machte der Gospelchor wahr. Mit dem „Millennium Song“ von Cliff Richard wurde eine weitere musikalische Besonderheit präsentiert. In diesem Musikstück wird zur Melodie von „Nehmt Abschied Brüder“ das Gebet „Vater unser“ gesanglich zelebriert. Erst nach knapp drei Stunden wurden die Kirchenbesucher dann in die kalte Märznacht entlassen. Davor gab es natürlich etliche Zugabeforderungen und stürmischen Applaus für den mitreißenden Gospelchor aus Gefrees.

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