Jubel in Hof Timo Cavelius für Olympia nominiert

Nun ist es offiziell: Der Hofer Judoka Timo Cavelius fährt im Sommer zu den Olympischen Spielen nach Paris. Zwei andere Hoferinnen verpassen Olympia.

Timo Cavelius geht für Deutschland bei Olympia auf die Matte. Foto: IJF/Sabau Gabriela

Großer Jubel in Hof: Wie der Deutsche Olympische Sport-Bund (DOSB) am Mittwoch in seiner zweiten Nominierungsrunde für die Olympischen Sommerspiele in Paris bekannt gab, gehört Timo Cavelius zum deutschen Team beim größten sportlichen Ereignis neben der Fußball-EM in diesem Sommer. Für den 27-jährigen Judoka geht damit ein Traum in Erfüllung. Cavelius hatte sich in den vergangenen eineinhalb Jahren durch starke Leistungen bei Grand Slams, Welt- und Europameisterschaften den 21. Platz im Olympia-Ranking erarbeitet und kommt über die Kontinentalquote zu den Olympischen Spielen. Auch auf der Weltrangliste steht Cavelius in seiner Gewichtsklasse (bis 81 Kilo) auf dem 21. Rang. Jüngst hatte der Hofer beim Grand Slam in Kasachstan den zweiten Platz geholt, bei der WM schied er gegen den späteren Weltmeister in der zweiten Runde aus. Im deutschen Team ist er einer von sieben nominierten Judoka. Das deutsche Judo-Team nimmt neben den Einzelwettkämpfen auch noch am Mixed-Team-Wettbewerb teil. Über 400 Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland fahren zu den Olympischen Spielen, die vom 26. Juli bis 11. August stattfinden werden.

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Für Cavelius geht es am 30. Juli um die Medaillen. Denn der Anspruch des Oberfranken ist es, möglichst um Edelmetall mitzukämpfen. „Die Nominierungskriterien in Deutschland sind, dass man eine Chance hat, um die Medaille mitzukämpfen“, berichtet er. „Ich habe an Paris sehr gute Erinnerungen, kenne mich in der Stadt gut aus, auch wenn ich kein Französisch spreche“, sagt er und lässt sich die Vorfreude schon anmerken.

Rein sportlich hat er große Ambitionen, denn die Ausgangslage im engen Feld seiner Gewichtsklasse lässt alle Chancen offen. Cavelius betont zudem: „Olympische Spiele sind manchmal einfacher als ein Grand Prix.“ Und dass Cavelius in der Weltspitze mitkämpfen kann, hatte er in der Vergangenheit bereits gezeigt. Zudem ist sein Trainingsplan bereits seit Monaten auf Paris ausgerichtet: „Der Peak der Leistungsfähigkeit ist für Olympia geplant. Ich habe in den letzten Wochen schon gespürt, dass ich von Turnier zu Turnier besser werde.“

Vom Deutschen Judo-Bund (DJB) gab es auch bereits eine Reaktion: „Wir sind sehr erfreut über die frühzeitige Nominierung unserer Judoka durch den DOSB. So können sich unserer Sportler durch weitere Trainingsmaßnahmen zielgerichtet auf Olympia vorbereiten. Wir blicken zuversichtlich Richtung Paris und freuen uns auf ein einzigartiges Event im Herzen von Europa“, sagt DJB-Sportdirektor Hartmut Paulat.

Zwei Hoferinnen fehlen in Paris

Eine andere Hoferin, die sich Hoffnungen auf die Olympischen Spiele gemacht hatte, ist hingegen nicht mit in der Liste der Nominierten: Die Sportschützin Sandra Reitz verpasst die Olympischen Spiele. Immerhin: Ihr Ehemann Christian Reitz fährt nach Paris.

Cavelius folgt hingegen auf Melanie Gebhardt. Die Kanutin hatte nach langer Zeit ohne einen Teilnehmer bei Olympischen Spielen aus Hochfranken an den Olympischen Spielen in Tokio 2021 teilgenommen, aber eine Medaille verpasst. In diesem Jahr gelang ihr keine Wiederholung der Olympia-Qualifikation.

Aus der Region hat zudem noch Merlin Hummel die Chance auf einen Startplatz bei den Olympischen Spielen. Der Hammerwerfer aus Kulmbach könnte schon in den nächsten Tagen die Kriterien erfüllen – und dann auf eine ebenso erfreuliche Nachricht vom DOSB hoffen.