Jubiläum Ab heute virtuell durchs Feuerwehrhaus

Stadtbrandinspektor Maximilian Seiler (rechts) und stellvertretender Feuerwehr-Vorsitzender Michael Fleck packen die aktuelle Ausgabe des „Strahlrohrs“ in den Grundstein. Foto: /Peggy Biczysko

Zum 30. Geburtstag der Unterkunft können Besucher hinter die Kulissen blicken. Das „Strahlrohr“ wird mit der Frankenpost im Grundstein versenkt.

Marktredwitz - Die große Party hätte es werden sollen zum 30. Geburtstag des Marktredwitzer Feuerwehrhauses. Doch Corona macht auch bei den Freiwilligen, die gerade ein hartes Einsatz-Wochenende mit dem katastrophalen Brandunglück in Thiersheim hinter sich haben, keine Ausnahme. Statt Musik, feierlichen Reden und einem Tag der offenen Tür gibt es eine Feier nur per Video-Konferenz. Und für alle Bürger, die eigentlich einen Blick hinter die Kulissen hätten werfen dürfen, gibt es nun einen virtuellen Rundgang durch das Feuerwehrhaus, für das am 4. Mai 1989 der Grundstein gelegt worden ist.

Exakt zwei Jahre später – also heute vor 30 Jahren – sind die Wehrleute von der Lindenstraße in ihr neues Quartier an der Karlsbader Straße umgezogen. In der hauseigenen Zeitschrift „Das Strahlrohr“ blickt Ehren-Stadtbrandinspektor Harald Fleck zurück auf die Geschichte dieses Hauses. Und besagtes „Strahlrohr“ haben Stadtbrandinspektor Maximilian Seiler und stellvertretender Feuerwehr-Vorsitzender Michael Fleck jetzt in der metallenen Rolle im Grundstein versenkt. Zusammen mit einem Bericht der Frankenpost über das Jubiläum.

„Die Entscheidung für die Freiwillige Feuerwehr Marktredwitz, ein neues Feuerwehrhaus zu bauen, war für den Stadtrat finanziell ein Kraftakt, da – eigentlich wie immer – das Geld dazu fehlte“, schreibt Harald Fleck in der Chronik. „Aber wenn man sah, wie viel Geld dann im Zuge der deutschen Wiedervereinigung in die Hand genommen werden konnte, war es genau der richtige Zeitpunkt für die Baumaßnahme.“

Während die Grundsteinlegung noch unter dem damaligen Oberbürgermeister Hans-Achaz von Lindenfels über die Bühne gegangen war, war bei der Einweihung des Hauses zwei Jahre später Dr. Birgit Seelbinder die neue Oberbürgermeisterin. „Trotz zahlreicher Einladungen hat der abgewählte Oberbürgermeister von Lindenfels nie einen Fuß ins neue Feuerwehrhaus gesetzt“, lässt Harald Fleck wissen. Mittlerweile erlebe das Feuerwehrhaus mit Oliver Weigel den dritten Oberbürgermeister von Marktredwitz. „Nur eines ist trotz der zeitlichen und gesellschaftlichen Veränderungen gleichgeblieben: Nach wie vor wird der Feuerwehrdienst von ehrenamtlichen Einsatzkräften geleistet.“

Ab heute können alle Interessierten einen Streifzug durch das Feuerwehrhaus unternehmen. Virtuell ist dieser möglich unter www.feuerwehr-marktredwitz.de, wo ein Link weiterleitet auf den YouTube-Kanal.

Peggy Biczysko

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