Tiefe Trauer und Kummer
Zahlreiche Bergsteiger trauerten in sozialen Medien öffentlich über den Verlust von Purja und teilten Erlebnisse, die sie mit ihm teilten. Seine Firma schrieb in einer Stellungnahme auf Instagram von "tiefer Trauer und unermesslichem Kummer". Auch der nepalesische Premier Balendra Shah reagierte schnell auf Facebook und zeigte sich schockiert.
Die Bergsteigerlegende Reinhold Messner würdigte Purja: "Was bleibt, ist nicht nur die Trauer über seinen Tod, sondern auch die Erinnerung an ein Leben, das er in vollen Zügen gelebt hat", schrieb er auf Instagram. Es sei ein Privileg, ihn gekannt zu haben.
Sogar Prinz William brachte nach dem Tod seine Trauer zum Ausdruck. "Nims diente mit Auszeichnung bei den britischen Streitkräften, bevor er zu einem der größten Bergsteiger der Welt wurde und nepalesische Alpinisten international bekannt machte", schrieb der britische Thronfolger bei X. Sein unermüdlicher Wille, das scheinbar Unmögliche zu erreichen, gepaart mit seiner Bescheidenheit und Selbstlosigkeit, hätten ihn wahrhaft einzigartig gemacht, so Prinz William weiter.
Fatale Änderung seines Plans
Im Zug seiner 14-Achttausender-Tour im Jahr 2019 hatte Purja den Broad Peak schon einmal bestiegen. Ihn diesmal zu erklimmen, sei ursprünglich nicht Teil seines Plans gewesen, schrieb Purja am Montag auf der Plattform X.
Nach einer Besteigung des Gasherbrum II - einem weiteren pakistanischen Achttausender - fehle ihm lediglich die Besteigung des Broad Peak, um der erste Mensch zu sein, der alle 14 Achttausender ohne Sauerstoff zweimal bestiegen habe, schrieb er.
Die britische BBC berichtete, dass Purja seine Liebe zum Bergsteigen während seiner Zeit als Elitesoldat der britischen Marine fand. Er sei von Königin Elizabeth II. 2018 ausgezeichnet worden. Auch sein Vater und ältere Brüder seien bereits Teil der britischen Streitkräfte gewesen, berichtet der Sender.
Experte: Klimawandel verschärft Gefahrenlage in Bergsteigerregion
Der Broad Peak ist der zwölfthöchste Berg der Erde und liegt im Karakorum-Gebirge auf der Grenze zwischen Pakistan und China. Die Region im hohen Norden Pakistans zieht jährlich viele internationale Bergsteiger-Expeditionen an.
Als Achttausender sei der Broad Peak ein schwieriger Berg, und es habe auch in der Vergangenheit immer wieder Unfälle dort gegeben, sagte Irfanullah Baig, ein pakistanischer Bergsteigerexperte. Aber mit dem Klimawandel würden Lawinen, schwere Wetterbedingungen und Steinschlag zunehmen. "Die Temperaturen in den Ortschaften am Fuß der Berge steigen auf 40 Grad. Damit gibt es keine stabile Schneedecke mehr und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Schneeschmelze jederzeit Lawinen auslöst", erklärte der Experte.