Katastrophe Feuerwehr findet letztes Erdrutsch-Opfer auf Ischia

dpa
Rettungskräfte sind auf der süditalienischen Insel Ischia im Einsatz, nachdem schwere Regenfälle Erdrutsche ausgelöst hatten. Foto: Salvatore Laporta/AP/dpa

In der Nacht zum 26. November war es wegen starker Regenfälle auf der italienischen Mittelmeerinsel zu Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen. Nun ist die letzte Vermisste gefunden worden.

Casamicciola - Mehr als eine Woche nach den heftigen Unwettern und Erdrutschen auf Ischia haben die Einsatzkräfte die letzte noch vermisste Person tot gefunden. Die Opferzahl stieg damit auf zwölf. Die Feuerwehr barg am Dienstag die Leiche einer Frau, wie Sprecher Luca Cari auf Anfrage bestätigte. Bei der Toten handelt es sich um eine 31-Jährige, die zuletzt noch als vermisst galt. Das ergab die offizielle Identifizierung der Leiche durch die Behörden.

Auch Kinder und ein Säugling gestorben

Die elf anderen gestorbenen Menschen - darunter ein Säugling und drei Kinder - wurden zuletzt bereits in den Schlammmassen gefunden. Am Montag konnten deren Leichen den Angehörigen übergeben werden, die nun Medienberichten zufolge die Beisetzungen vorbereiten.

In der Nacht zum 26. November war es wegen starker Regenfälle auf der italienischen Mittelmeerinsel zu Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen - am heftigsten betroffen war der Ort Casamicciola im Norden. Dort hatten die Wasser- und Schlammmassen Autos mit sich gerissen und Häuser sehr stark beschädigt.

Die Opfer wurden im Schlaf überrascht. Etliche Gebäude sind nicht mehr bewohnbar, am Wochenende wurden viele Häuser wegen einer weiteren Unwetterwarnung aus Sicherheitsgründen evakuiert. Italien diskutiert über den Umgang mit Häusern, die ohne Genehmigung - wie auf Ischia - in potenziell gefährlichen Gebieten gebaut wurden.

 

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