Inmitten von Chaos und Panik haben mutige Passanten bei dem Flammeninferno ihr Leben riskiert, um Verletzte zu retten. "Einer kam mit brennender Jacke rausgerannt, ich habe so gut es ging versucht, die Flammen zu ersticken", berichtete Théo (19) im Schweizer Fernsehen RTS. Dennis (20) beschrieb eine volle Treppe, auf der zahlreiche Verletzte verzweifelt die Hände in die Luft reckten: "Wir versuchten, sie zu packen und nach draußen zu ziehen."
Andere Passanten berichteten von Verletzten mit brennenden Haaren und versengten Gesichtern. Mathis (20) sagte, sie hätten sich der Menschen angenommen, auf sie eingesprochen, als sie das Bewusstsein verloren und sie beruhigt, bis die Krankenwagen eintrafen.
Warum so viele umkamen - eine Theorie
Warum so viele Menschen umkamen, könnte mit einem Phänomen zusammenhängen, das als "Flashover" bekannt ist. Die Kantonsregierung des Wallis stellte dies in einer Medienmitteilung als Fakt dar, ohne dafür aber eine Quelle zu nennen. Eine Brandschutzsachverständige verglich in der ARD einen mit einer Feuerwalze. Durch heiße Rauchgase fangen schlagartig alle brennbaren Materialien wie bei einer Explosion Feuer. Die dabei entstehende Hitze mit bis zu 1.000 Grad ist nach Expertenangaben ohne Schutzkleidung kaum zu überleben.