Zugleich wies Oster darauf hin, dass es andererseits auch Zeichen der Erneuerung jenseits des Synodalen Weges gebe.
Der Würzburger Bischof Jung bezeichnete die bevorstehende Zusammenkunft der Bischöfe und Weihbischöfe als "spannend" angesichts der Nachfolgefrage. Personalspekulationen wies er zurück; traditionell gebe es im Vorfeld der Bischofskonferenz keine solchen Spekulationen, versicherte er. Vor Georg Bätzing hatte der Münchner Kardinal Reinhard Marx bis 2020 den Vorsitz der Bischofskonferenz inne.
Vorbild Würzburg?
Und vielleicht ist Würzburg ja tatsächlich das genau passende Umfeld für die Konferenz, um wegweisende Fragen zu klären, denn die Zeit ist auch dort nicht stehen geblieben. Laien wie Kleriker freuen sich dort etwa auf den Katholikentag im Mai, wo traditionell engagiert um gesellschaftliche Fragen gerungen, aber auch gemeinsam gebetet und Gottesdienst gefeiert wird.
Bei der Jahres-Pressekonferenz des Bistums vor wenigen Wochen wurde deutlich, dass trotz gefülltem Wallfahrtskalender und vielen schönen barocken Kirchen die Ressourcen auch in der Diözese knapper werden. Gejammert wurde aber keineswegs.
"Christsein unter den Menschen kann gelingen, wenn wir inhaltliche Schwerpunkte setzen und als Kirche – trotz rückläufiger finanzieller Ressourcen – präsent bleiben", sagte Generalvikar Jürgen Vorndran. "Welche Formate und Strukturen müssen und dürfen wir verabschieden, um unsere Kräfte gezielt auf Neues zu bündeln? Denn nur eine Kirche, die bereit ist, sich zu verändern, wird auch bleiben."