Sie werde nicht aufgeben in ihrem Kampf gegen das Kauerndorfer Tunnelbauprojekt, sagt die Kreissprecherin der Grünen, Magdalena Pröbstl. „So lange die Röhre noch nicht gegraben ist, machen wir weiter.“ Dass dieser Kampf gegen ein beschlossenes und genehmigtes und auch bereits in der Finanzierung gesichertes Projekt nicht einfach ist, weiß Pröbstl. Sie weiß auch: Der Bundesverkehrswegeplan hat Gesetzeskraft. Deswegen schränkt sie ein: „Wir wissen nicht, was überhaupt noch möglich ist zu diesem Zeitpunkt.“ Pröbstl selbst schätzt die Lage als „sehr schwierig“ ein, gibt aber zu bedenken, dass für sie und auch für viele andere Tunnelgegner die Verhältnismäßigkeit im Vordergrund stehe. Die ist nicht gegeben, sagt Pröbstl. Den Kauerndorfern, an deren Häusern Tag und Nacht Tausende Fahrzeuge vorbeibrausen, müsse aber trotzdem geholfen werden. Pröbstl wundert sich, warum das nicht längst geschehen ist und man die geplagten Anwohner viele Jahre mit der Hoffnung auf eine Umgehung, aber keinerlei praktischer Hilfe alleingelassen hat. Die Grünen im Kreis haben jetzt Vorschläge auf den Tisch gelegt, was aus ihrer Sicht sofort Linderung schafft, und sie wollen mit den Kauerndorfern ins Gespräch kommen. „Für den Herbst planen Bündnis 90/Die Grünen einen Bürgerdialog mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten, zu dem alle betroffenen Bürger rechtzeitig eingeladen werden“, verspricht Magdalena Pröbstl.