Der SKC 08 Tröstau/Wunsiedel zeigt Klasse, aber keine Geschlossenheit. Während Haberkorn und Schreyer die Bahn zum Glühen bringen, patzen andere.
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Bereits im Startpaar wurde klar, dass es ein schwerer Nachmittag werden würde. Rudolf Scholz bekam es mit einem glänzend aufgelegten Tobias Funk zu tun. Während Scholz mit für Bezirksliga-Verhältnisse schwachen 495 Kegeln nie richtig in die Partie fand, zeigte Funk mit herausragenden 590 Kegeln eine Top-Leistung.
Wesentlich besser lief es parallel für Bertram Schreyer, der in einem hochklassigen Match Michael Kilcullen mit starken 591:579 Kegeln bezwang und damit den ersten Mannschaftspunkt für die Gastgeber holte.
In der Mittelpaarung traf Klaus Fießinger auf den an diesem Tag zu starken Steven Armstrong, der mit 571 Kegeln eine deutliche Duftmarke setzte. Fießinger hielt kämpferisch dagegen, musste sich aber mit 529:571 geschlagen geben.
Auch Joachim Scholz konnte seinem Gegner Patrick Berlinger trotz solider 535 Kegel nicht genügend entgegensetzen – Berlinger überzeugte mit sehr guten 565 Kegeln. Damit war der SKC vor dem Schlusspaar bereits deutlich im Hintertreffen.
Der letzte Durchgang zeigte dann zwei Gesichter: Uwe Jahn gewann sein Duell gegen Markus Wolf hauchdünn mit 533:530 und holte den zweiten Mannschaftspunkt für Tröstau/Wunsiedel.
Markus Haberkorn setzte anschließend ein echtes Ausrufezeichen: Er knallte bärenstarke 598 Kegel auf die Bahn und verpasste die 600 nur um Haaresbreite. Doch auch seine Tagesbestleistung konnte den hohen Rückstand nicht mehr drehen, denn sein Gegenspieler Max Wagner lieferte mit 557 Kegeln ein stabiles Ergebnis.
Am Ende standen zwar zwei herausragende Einzelresultate von Schreyer (591) und Haberkorn (598), doch der Polizei SV Bamberg II präsentierte sich als die geschlossenere Mannschaft mit konstant starken Leistungen auf allen Positionen – und verdiente sich damit den Auswärtssieg.
Durch den gleichzeitigen klaren Erfolg der SG Goldkronach/Gefrees gegen Strullendorf rutscht der SKC in der Tabelle auf Rang zwei und hat nun zwei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. Für die Fichtelgebirgler steht nun ein enorm schweres Auswärtsspiel beim Bezirksoberliga-Absteiger Gut Holz Scheuerfeld an. Ein Sieg wäre wichtig, um den Kontakt zur Spitze zu halten – doch die Trauben in Scheuerfeld hängen traditionell sehr hoch.