Kickers Selb Ein Spiel mit großer Bedeutung

Stefans Specht
Kickers-Trainer Udo Schnurrer Foto: /Peter Perzl

Kickers Selb hat nur noch bei einem Sieg in Stadeln die Chance, sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren. Doch Corona hat den Kader ausgedünnt.

Selb - Corona hält den Fußball-Landesligisten Kickers Selb weiterhin in Atem. Musste vor einer Woche nach dem Auftreten von ersten positiven Fällen auf Empfehlung des Gesundheitsamtes des Landkreises Wunsiedel das Heimspiel gegen den FSV Erlangen-Bruck abgesagt werden, so hat sich die Lage während dieser Woche nicht verbessert. Im Gegenteil, täglich erreichten Teamchef Martin Damrot aus allen drei Mannschaften inklusive Betreuerteam neue Meldungen über positive Schnelltests. Der Trainingsbetrieb war nur in minimaler Besetzung möglich, und Trainer Udo Schnurrer wusste nach dem Abschlusstraining am Donnerstagabend nicht, wen er an diesem Samstag mit zum Auswärtsspiel beim FSV Stadeln (14 Uhr) mitnehmen kann. Die Ergebnisse mehrerer PCR-Tests stehen noch aus, sodass die Benennung eines Mannschaftsaufgebots erst am Morgen des Spieltags möglich ist.

Sportlich ist die Partie in Stadeln für die Kickers allerdings von ganz großer Bedeutung. Fünf Punkte beträgt ihr Rückstand auf den FSV, der den mittlerweile sicher zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigenden fünften Tabellenplatz belegt. „Es gibt nur noch eine minimale Chance, am FSV Stadeln vorbeizuziehen – dazu ist ein Sieg erforderlich“, weiß Schnurrer ganz genau. Und er hat den Glauben daran trotz aller personellen Widrigkeiten nicht verloren: „Egal, wer auf dem Platz steht, wir werden alles versuchen, um zu punkten.“ Dennoch will der Kickers-Coach sein letztes Häuflein an Aufrechten nicht zu sehr unter Druck setzen. Sein Blick geht auch auf die andere Seite. „Sollte es für Platz fünf nicht mehr reichen, haben wir in den Spielen gegen den SV Mitterteich und den FSV Erlangen-Bruck noch die Möglichkeit, unser Punktekonto für die Abstiegsrunde aufzubessern“, blickt Schnurrer schon jetzt den beiden abschließenden Partien in der Vorrundengruppe entgegen. „Frei aufspielen und dagegenhalten lautet deshalb unser Motto in Stadeln.“ Abgewartet muss allerdings erst noch, ob es überhaupt zu einer Neuansetzung der abgesagten Partie gegen den FSV Erlangen-Bruck kommt.

 

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