Kirche in Marktredwitz Gotteshaus zieht Besucher in Bann

Zur Sankt-Josef-Nacht in Marktredwitz pilgern über 400 Besucher. Im Mittelpunkt stehen Licht, Farbe, meditative Musik und viele persönliche Gespräche. Zahlreiche Gäste nehmen auch den Glockenturm in Augenschein.

Die Pfarrei Sankt Josef in Marktredwitz hat es sich zur Aufgabe gemacht, Zeichen der Hoffnung und der Ermutigung in dunkleren Zeiten zu setzen. Sichtbar, weit über die Stadtgrenzen hinaus, erstrahlte die Kirche Sankt Josef in Rot-Tönen.

Viele Interessierte aus Marktredwitz sowie aus den Landkreisen Wunsiedel und Tirschenreuth sind der Einladung gefolgt oder haben sich ganz spontan auf den Weg gemacht. „Im wahrsten Sinne dem Licht entgegen“, freut sich Pfarrer Stefan Langer und ergänzt: „Unsere Gäste haben ohne Hast und Eile die Zeit bis Mitternacht genutzt, das farbige Ambiente, die gebotenen Anregungen, die Musik und die sich bietenden Gespräche auf sich wirken zu lassen.“ Mit Feuereifer waren die Helfer der Pfarrei dabei und gaben den Besuchern gerne Hinweise auf die einzelnen Stationen in der Kirche.

Empfang auf rotem Teppich

Die gut 400 Besucher wurden mit einem roten Teppich empfangen, der verheißungsvoll zum Portal hinaufführte. Durch die Tür hin fiel der Blick sogleich auf das sprudelnde und beleuchtete Taufbecken. Weiter ging es durch eine Dunkelkammer, in der mit fluoreszierenden Farben und Schwarzlicht der brennende Dornbusch dargestellt wurde. Zu einem Ruheort der ganz besonderen Art hatte sich die Taufkapelle verwandelt. Hängend in einer Vogelnestschaukel konnte man entweder leiser Musik oder Bibelstellen lauschen. Grüner Rasenteppich und Kissen luden zum Verweilen im beleuchteten Altarraum ein. Überspannt war der Raum mit dünnen Fäden, an denen Bildkarten zum Mitnehmen hingen.

Nun ging es hoch hinauf. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn es galt, die 50 Stufen des Kirchturms zu erklimmen. Oben im Kirchenschiff hatten die Verantwortlichen ein beleuchtetes, unbekanntes Glasfenster vom Heiligen Josef ausgestellt. Ein Teil der Besucher ließ es sich nicht nehmen, ganz oben im Turm die Glocken von Sankt Josef zu bestaunen.

Bei Suppe, Brotaufstrichen und Punsch war am Ende noch Gelegenheit, auf dem Vorplatz der Kirche miteinander ins Gespräch zu kommen. Pfarrer Stefan Langer dankte dem Pfarrgemeinderat für die Ausarbeitung und Umsetzung der „Josefsnacht“ sowie den Pfadfindern für die Aufsicht während der Nacht.

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