Kirchenlamitz Erstes Projekt im Blühpakt-Bayern

red
Freuen sich über das erste Blühpakt-Projekt in Bayern (von links) Projektleiterin Heidi Sprügel, Landschaftsarchitektin Anne Plötz, Landschaftsgärtner Uwe Kunisch, Pfarrerin Tina Meiler-Binder und Dagmar Schmitt vom Bayerischen Umweltministerium. Foto: pr.

Die Evangelische Kirchengemeinde Kirchenlamitz übernimmt eine Vorreiterrolle. Dort können sich Menschen etwas Gutes gönnen.

In der evangelischen Kirchengemeinde Kirchenlamitz herrscht große Freude. Denn als bayernweit erste Gemeinde ist es hier gelungen, ein Blühpakt-Projekt im Freistaat erfolgreich umzusetzen. Den Anstoß für das Projekt hatte das Bayerische Umweltministerium gegeben. Was in Kirchenlamitz umgesetzt wurde, ist im Gemeindezentrum Niederlamitz zu sehen, heißt es in einer Mitteilung.

Die Besucher und die Kinder der evangelischen Kinderkrippe dürfen sich dort nun an duftendem Thymian und an flatternden Zitronenfaltern erfreuen. Wo es vorher nur grauen Boden gab, zieren jetzt ein junger Apfelbaum und frische Holundersträucher das Gelände rund um das Gemeindezentrum. Entsprechend erfreut zeigt sich die Kirchenlamitzer Pfarrerin Tina Meiler-Binder: „Wir sind nun in ganz Bayern die erste Kirchengemeinde, die ein Blühpakt-Projekt erfolgreich abgeschlossen hat.“ Neben anderen Verantwortlichen habe man diesen Erfolg insbesondere dem herausragenden Engagement des Kirchenvorstehers Rudolf Hertel zu verdanken, unterstrich Meiler-Binder bei einer kleinen Feierstunde zur Vorstellung des Projekts.

Insekten zuhause

In Niederlamitz hängt nun ein Schild „Hier sind Insekten wieder zu Hause“. Überreicht hat es Dagmar Schmitt, die für die Initiative Blühpakt Bayern als Vertreterin des bayerischen Umweltministeriums angereist war. Projektleiterin Heidi Sprügel betonte während der Feierstunde die große Bedeutung dieser Aktion. „Die Sorge um Gottes Schöpfung wird mit diesem Projekt praktischer und sichtbarer“, sagte sie.

Die Kirchenlamitzer Kirchengemeinde lädt ausdrücklich dazu ein, sich die blühende Vielfalt anzuschauen und möchte andere Gemeinden dazu animieren, das Ganze nachzuahmen. Dank der Allianz zwischen dem Umweltministerium des Freistaates und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Bayern genießen jetzt mehrere Freiflächen in den Dekanaten Selb und Wunsiedel besondere Aufmerksamkeit. Mit Expertise und Gestaltungsideen, mit Fördergeld und Engagements vor Ort sollen damit neue Lebens- und Rückzugsräume für unterschiedlichste Pflanzen und Tieren geschaffen werden.

Fläche bewusst ausgewählt

Ganz bewusst haben die Verantwortlichen für dieses Projekt Freiflächen rund um Kindergärten, Seniorenheime und Gemeindezentren ausgewählt, heißt es in der Mitteilung der Kirchengemeinde. Also Orte, wo Menschen einander begegnen und sich in blühender Umgebung etwas Gutes gönnen können.

Im Mai vergangenen Jahres war die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) der Blühpakt-Allianz beigetreten. Regionalbischöfin Dorothea Greiner und Umweltminister Thorsten Glauber hatten damals im Evangelischen Bildungszentrum (EBZ) Bad Alexandersbad den Vertrag der Blühpakt-Allianz unterzeichnet.

 

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