Kirchenlamitz Neuer Einkaufsmarkt in der Stadt

Willi Fischer

Im Gewerbegebiet plant Stefan Schneider einen Neubau. Mit dem Vorhaben sind alle Flächen belegt. Der Stadtrat stimmt den Antrag zu.

Der Kirchenlamitzer Stadtrat tagte wieder in der Schulturnhalle. Foto: Willi Fischer

Kirchenlamitz - In Kirchenlamitz entsteht ein neuer Einkaufsmarkt. Den entsprechenden Bauantrag hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung abgesegnet. Demnach plant Stefan Schneider aus Kirchenlamitz den neuen Markt im Gewerbegebiet östlich der Ortsstraße „Bei den Friedenseichen“. Bürgermeister Thomas Schwarz gab bekannt, dass nach Vollendung des Bauvorhabens alle Bauplätze in diesem Gewerbegebiet belegt sind.

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Ein weiterer Bauantrag lag dem Stadtrat, der wieder in der Schulsporthalle tagte, von Kurt Deistler vor. Der plant in Hohenbuch den Bau einer Fahrsilo-Überdachung und bat um Nutzungsänderung eines Fahrsilos zu einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle. Auch zu diesem Bauvorhaben wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Kirchenlamitz Teil von Smart Cities

Aus der vorangegangenen nichtöffentlichen Stadtratssitzung gab der Bürgermeister bekannt, dass der Stadtrat die Fortführung des Stadtumbau-Managements „Nördliches Fichtelgebirge“ im Rahmen der Städtebauförderung beschlossen hat. Die Zustimmung ist mit der Bedingung verknüpft, dass die Bund/Länder-Förderung auch tatsächlich gewährt wird. Für die Durchführung des Stadtumbau-Managements hat das Büro „Planwerk“, Nürnberg, den Zuschlag erhalten. In dem Zusammenhang gab Bürgermeister Thomas Schwarz bekannt, dass sich der interkommunale Verbund „Nördliches Fichtelgebirge“ am Projekt „Smart Cities Smart Regions – Kommunale Digitalisierungsstrategien“ des bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr beteiligt. Der Freistaat fördert das 200 000-Euro-Projekt mit 60 Prozent. Der Eigenanteil von insgesamt 80 000 Euro wird zur Hälfte in gleichen Teilen auf die neun Kommunen verteilt und zur anderen Hälfte anteilig nach der Einwohnerzahl aufgeteilt. Damit verblieben für Kirchenlamitz 8641 Euro, sagte Schwarz. Als federführende Kommune fungiert die Stadt Marktleuthen.

Hundehaltung wird teurer

Erforderlich wurde eine Aktualisierung der Hundesteuersatzung aus dem Jahr 1980. In der Neufassung wurde der bisherige Steuersatz von 40 Euro für den ersten Hund und 50 Euro für jeden weiteren Hund auf jeweils 60 Euro für jeden Hund pro Jahr erhöht. Drastisch ist der Steuersatz für Kampfhunde mit jeweils 600 Euro. Steuerpflichtig ist das Halten eines über vier Monate alten Hundes im Stadtgebiet. Dafür besteht eine Anzeigepflicht innerhalb eines Monats. Zur Kennzeichnung wird für jeden angemeldeten Hund eine Hundesteuermarke ausgegeben, die der Hund außerhalb der Wohnung des Hundehalters stets tragen muss.

In der Stadtratssitzung lagen drei Anträge der CSU-Stadtratsfraktion vor. Zur Stadtentwicklung und dem innerstädtischen Wohnraum wird beantragt, dass vor der Beratung zum Haushalt 2021 eine Ideenwerkstatt mit den Stadtratsmitgliedern zur weiteren Entwicklung der Kirchenlamitzer Innenstadt veranstaltet wird. Zur Begründung führte die CSU-Fraktion an, dass neben der erfreulichen Entwicklung am innerstädtischen Objekt „Goldner Löwe“ weitere Maßnahmen zur Steigerung des Wohnraumangebots angestoßen werden sollten. Bürgermeister Thomas Schwarz sagte, dass angesichts der aktuellen Pandemie-Lage eine Stadtratsklausur momentan nicht denkbar sei. Der Bürgermeister teilte mit, dass von der Verwaltung derzeit Unterlagen zu den gewünschten Themen erarbeitet würden. In Bearbeitung seien auch noch weitere Themen wie die Fortführung des kommunalen Förderprogramms, Baugebietserschließungen im Bereich Flurstraße, Färbergasse und Gartenstraße sowie das Förderprogramm „Innen statt Außen“. Diese und weitere Themen sollen in drei Bauausschusssitzungen im Januar 2021 behandelt werden.

JUZ-Öffnung noch nicht in Sicht

In einem weiteren Antrag bat die Kirchenlamitzer CSU darum, ein Konzept für die Wiedereröffnung des Jugendcafés zu erarbeiten. Unterstützen könnten die Verwaltung dabei die dort Beschäftigten und die Kreisjugendpflege. Bürgermeister Thomas Schwarz teilte mit, dass bereits mit dem Gesundheitsamt im Landratsamt sowie dem Kreisjugendpfleger Martin Reschke über eine mögliche Wiederaufnahme des JUZ-Betriebs mit einem entsprechenden Hygienekonzept gesprochen wurde. Aufgrund der geltenden Abstandsregelungen und des relativ engen Zuschnitts der Räumlichkeiten im JUZ wurde jedoch vom Landratsamt und Kreisjugendpfleger von einer Wiedereröffnung abgeraten. Angesichts des derzeitig hohen Infektionsgeschehens sei eine kurzfristige Wiedereröffnung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. „Es ist uns durchaus bewusst, wie schmerzhaft die Einschränkungen sind. Jedoch müssen wir uns zwingend an die jeweils geltenden Hygienevorschriften halten“, bedauerte der Bürgermeister.

Ferner wird von der CSU-Fraktion beantragt, dass für das Kirchenlamitzer Waldschwimmbad durch die Verwaltung ein Konzept zur Öffnung des Freibades in der Badesaison 2021 erarbeitet wird. Bürgermeister Thomas Schwarz hielt die Erarbeitung eines Hygienekonzept erst dann für sinnvoll, wenn 2021 erkennbar ist, welche Hygienevorschriften nach der zu dieser Zeit bestehenden Corona-Infektionslage einzuhalten sind.