Kirchenlamitz Stellvertreterwahl geplatzt

Wolfgang Neidhardt
Esra Özekimci erhielt im Stadtrat keine Mehrheit Foto: Luca Scheurig/g

Die SPD-Kandidatin Esra Özekimci erhält acht Stimmen. Acht sind ungültig. Damit bleibt die Vertretung des neuen Kirchenlamitzer Bürgermeister bis zur nächsten Sitzung offen.

Kopfschütteln bei einigen Zuhörern, Achselzucken, Schweigen, kurze Beratungen und kein Ergebnis: Die Wahl des zweiten Bürgermeisters der Stadt Kirchenlamitz bei der Sitzung des Stadtrates am Donnerstag verlief sicher für einige unerwartet – und endete wie das Hornberger Schießen: kein Ergebnis, Vertagung bis zur nächsten Sitzung. Friedrich Gräßel, Sprecher der CSU-Fraktion, verzichtete auf einen Vorschlag. Ingo Schlötzer (SPD) schlug seine Fraktionskollegin Esra Özekimci vor, die Ende September bei der Wahl des Bürgermeisters Jens Büttner deutlich unterlegen war.

Ergebnis der geheimen Wahl: acht Stimmen für Özekimci, acht ungültige Stimmen. Die Folge davon erklärte Sven Beyer von der Verwaltung: Die Kandidatin ist nicht gewählt, ein zweiter Urnengang wäre notwendig. Und zwar nur deshalb, weil acht Stimmen ungültig waren. Wären sie auf einen anderen Kandidaten entfallen, so hätte die Hälfte aller Voten gereicht, um gewählt zu sein. Gereicht hätte es für Özekimci wohl auch, wäre die SPD-Fraktion vollzählig gewesen. Doch ein Mitglied fehlte wegen Krankheit.

Neubesetzung der Gremien

Es folgten zwei Beratungsrunden: zunächst zwischen Bürgermeister Jens Büttner und den beiden Fraktionsvorsitzenden. Dann innerhalb der Fraktionen. Ergebnis: Die Wahl wird vertagt auf die nächste Sitzung des Gremiums im November.

Folge der Wahl des neuen Bürgermeisters waren einige Neubesetzungen: Mit neun zu sechs Stimmen wurde Christian Schödel gegen Alfred Raithel zum neuen Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses gewählt. Sprecher der CSU-Fraktion wird künftig Tobias Förster sein. Er gehört künftig auch dem Sonderausschuss für eine erneute Pandemie-Lage an. Friederike Kränzle wird ordentliches Mitglied im Verwaltungsrat des gemeinsamen Kommunalunternehmens Winterling Immobilien AöR und rückt auch in den Stiftungsrat der Bürgerstiftung auf.

 

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