Klinikum Kulmbach: Team der Covid-Station sagt danke

Eine klare Botschaft: Sabrina Mäder, Sarah Bär und Melanie Bechstedt (von links) von den Covidstationen . Foto: /privat

Die Belastung für die Mitarbeiter an den Kliniken war und ist immens. Die Kräfte der Covid-19-Station in Kulmbach haben jetzt mal kurz innegehalten – um Danke zu sagen.

Kulmbach - Melanie Bechstedt hat bereits im Frühjahr als Gesundheits- und Krankenpflegerin auf den Covid-Stationen des Klinikums Kulmbach gearbeitet. Jetzt ist sie seit Monaten erneut auf der Station zehn tätig. Es sei ihr ein großes Anliegen, im Namen des gesamten Teams der Covid-Stationen all denjenigen danke zu sagen, die im vergangenen Jahr den Pflegekräften und Ärzten ihre Wertschätzung gezeigt haben. „Viele denken an uns“, sagt sie. Melanie Bechstedt berichtet von Briefen und Karten, die Angehörige an das Team geschickt haben. Aber auch Menschen, die gar nicht unmittelbar selbst durch Corona betroffen waren, haben an die Menschen gedacht, die sich rund um die Uhr im Klinikum um Patienten kümmern, die wegen Corona schwer krank geworden sind oder gar sterben mussten. Obstkörbe seien abgegeben worden, Kuchen wurden gebacken. Eine Firma hat der ganzen Mannschaft sogar ein Essen spendiert.

In den Briefen, die die Stationen erreichen, ist die Rede davon, welchen unbezahlbaren Dienst das Team der Stationen 10 und 11, aber auch der Intensivstation den direkt Betroffenen und auch ihren Angehörigen erweisen. „Wir haben Briefe bekommen, in denen uns Angehörige danke sagen, weil sie sich noch verabschieden konnten. In vielen Schreiben kommt aber auch der tiefe Schmerz zum Ausdruck, den die Leute erlitten haben“, berichtet Melanie Bechstedt.

Seit 25 Jahren ist sie bereits in der Pflege tätig. Für die Aufgabe, auf der Covid-Station zu arbeiten, habe sie sich, wie viele andere ihrer Kolleginnen und Kollegen auch, freiwillig gemeldet, erzählt die Schwester, die zuvor in der Fachklinik in Stadtsteinach in der Reha tätig gewesen ist. Die Zeit auf den Stationen 10 und 11 habe sie geprägt. „Man wächst mit seiner Aufgabe“, sagt sie.

Melanie Bechstedt erzählte auch, dass sie und ihren Kollegen auch die Trauer/Schicksale der Angehörigen sehr nahe gingen und auch schon mal Tränen flossen. „Viele von uns waren an ihren Grenzen.“ Sie habe in ihrem Beruf schon viel erlebt. Aber die Corona-Pandemie sei etwas ganz Besonderes. Das gelte umso mehr für die dritte Welle, die jetzt die Kräfte aller erneut fordert. „Das ist völlig uneinschätzbar geworden. Die Patienten jetzt sind viel jünger im Durchschnitt. Vom Spitzensportler bis zum Pflegefall ist alles dabei. Dieser Abschnitt der Pandemie ist ganz anders als die davor.“

Dass so viele Menschen denen, die sich im Klinikum an vorderster Front um die Patienten kümmern, ihre Wertschätzung zeigen, berühre sie und auch ihre Kollegen, sagt die Pflegefachkraft und betont, dass sie ihren Beruf immer noch mit viel Freude macht. „Im Namen aller meiner Kollegen will ich allen danke sagen, die uns in dieser schweren Zeit ihre Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen und an uns denken.“ red

 

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