Am Ende war er wohl einer der einsamsten Männer auf der Grünen Au: Als Mikhail Sajaia am Samstagnachmittag zur Pressekonferenz erschien, war ihm schon klar, was folgen würde. Vielleicht nicht die unflätigen Zwischenrufe in der Kerng, die von wenig Stil zeugten, sondern vielmehr die Tatsache, dass es sein letzter Auftritt als Coach des Hofer Bayernliga-Teams sein würde. Die unglückliche 0:1-Niederlage im Derby gegen Münchberg besiegelte eine erfolgreiche Zeit. Die Trennung war letztlich unabwendbar, weil sich im Traditionsklub eine Mehrheit gegen den Trainer gesammelt hatte. Selbst diejenigen, die zu ihm hielten, hätten nicht mehr die Kraft gehabt, gegen den öffentlichen Druck anzukämpfen. Eine Fortsetzung der Tätigkeit von Sajaia wäre nur mit einem klaren Bekenntnis zum Coach möglich gewesen. Dazu fehlt eine starke Führungsperson an der Klub-Spitze.
Kommentar Alleinunterhalter auf verlorenem Posten
Marcus Schädlich 06.11.2024 - 08:51 Uhr