Wenn in Kulmbach über ihn geredet wird, sprechen die Leute oft von „dem Stodden“. Das ist keineswegs ein Akt der Missachtung. Es ist Respekt. Wenn es um „den Stodden“ geht, braucht es kein „Herr“ davor. Es braucht keine weitere Umschreibung, keinen Titel. Jeder weiß, wer gemeint ist: Der Chef der Kulmbacher Brauerei und der dazu gehörenden Gruppe, die knapp 1000 Menschen beschäftigt. Markus Stodden hat es geschafft, in den 23 Jahren, die er nun in Kulmbach ist, zu einer Art Institution zu werden. Allenfalls die Auswärtigen fragen, wer denn der Mann ist, der vor allen anderen am Bierfestsamstag vormittags in Tracht zur Rathaustreppe marschiert. Erwartet und beklatscht von der dort versammelten Hautevolee, bis hin zum Ministerpräsidenten. Die Kulmbacher kennen „den Stodden“. Kein Wunder. Er ist so etwas wie der Fels in der Brandung der sonst im Takt von wenigen Jahren wechselnden Vorstände der Kulmbacher Brauerei. Wo ansonsten Gesichter und Namen manchmal so schnell ausgetauscht werden, dass man sich das alles kaum merken kann (und wohl auch nicht soll), ist „der Stodden“ geblieben.