Kommentar Nicht hinter verschlossenen Türen

Über Bahnhalt „Hof-Mitte“ und Busbahnhof wird nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit gesprochen. Das ist falsch.

 
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Zu viele wichtige Fragen werden in Hof hinter verschlossenen Türen besprochen. Wohin kommt der neue Busbahnhof? Wie sehen die Pläne für den Bahnhalt „Hof-Mitte“ aus? Diese Fragen betreffen Tausende Menschen – und zwar ganz unmittelbar in ihrem Alltag. Beide Themen sind in den vergangenen vier Wochen in Stadtrat oder Ausschuss besprochen worden, beide Male unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Warum?

Die üblichen Gründe – zum Beispiel die Belange privater Investoren – lagen hier nicht vor. Die Stadt verschickte danach zwar jeweils Mitteilungen, doch spiegelten diese immer nur einen Teil der Meinungsvielfalt zu den Themen wider: den der Stadtverwaltung. Beide Male führte dieses Vorgehen dazu, dass hinterher verschiedene Meinungen zum Sachstand kursierten: Die einen wollen schon am Donnerstag gewusst haben, dass der Bahnhalt Geschichte ist, die anderen betonten, dass dergleichen nie gesagt worden sei in besagter Sitzung. Und über Tage hinweg sind mehr oder weniger präzise Gerüchte durch die Stadt gewabert – zum Beispiel, dass für „Hof-Mitte“ der Bahnhof Neuhof geschlossen werden solle.

Für ein solches Kommunikationskuddelmuddel sind diese Themen zu wichtig. Auch die Vorbereitungen von Volksfest, Schlappentag oder Stadtradeln wurden im Stadtrat öffentlich bestenfalls am Rande behandelt – die Ergebnisse sind bekannt. Unterm Strich scheitert in Hof zu viel an mangelnder Kommunikation, zu wenig Austausch und zu wenig Wissen um den Stand der Dinge. Die Stadtverwaltung muss die wichtigen Themen zugänglicher machen. Alle verdienen hier den gleichen Informationsstand.

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