Bürgermeister zu sein ist keineswegs immer vergnügungssteuerpflichtig. Vor allem wenn jemand den Job als Gemeindechef ehrenamtlich macht und Tag für Tag neben den Verpflichtungen für die Kommune auch noch der „Hauptjob“ gemacht sein will. Aber auch, weil Bürgermeister zu sein eben auch immer wieder mit der Erkenntnis verbunden ist, dass es man es niemals allen recht machen kann und manche Sachen, mögen sie auch noch so dringlich erscheinen, einfach nicht so schnell erledigt werden können, wie man das gern wollte. Jochen Trier (Freie Wähler), Bürgermeister in Wirsberg, kann von all diesen Punkten ein Lied singen. Knapp sechs Jahre steht der im Hauptberuf und Dienstgruppenleiter bei der Polizeiinspektion Bayreuth Stadt tätige Polizeibeamte jetzt an der Spitze seiner Heimatgemeinde. Zuletzt hat man von Trier über Wirsbergs Ortsgrenzen hinaus wegen eines Techno-Festivals im Schorgasttal gehört, das Trier wie auch der Gemeinderat befürwortet hatten, das aber in Wirsberg auch auf erbitterten Widerstand einiger Bürger gestoßen ist. Die Freude am Amt und das Bewusstsein, etwas bewegen zu können überwiege jeden denkbaren Ärger und Stress, sagt Jochen Trier. Seine Antwort auf Frage, ob er erneut antreten wird, wenn am 8. März in Bayern Kommunalwahl ist, fällt ebenso kurz wie betont aus: „Ja!“