Die deutsche Wirtschaft leidet nicht nur unter strukturellen Problemen wie Bürokratie und teurer Energie. Auch die hohen US-Zölle und harte Konkurrenz aus China machen ihr zu schaffen. Dem Industrieverband BDI zufolge ist die Industrieproduktion 2025 das vierte Jahr in Folge geschrumpft.
Nun verdichten sich die Zeichen auf Besserung. Die Aufträge für die Industrie legten dem Statistischen Bundesamt im November sowohl im Inland mit einem Orderplus von 6,5 Prozent zu als auch aus dem Ausland (plus 4,9 Prozent).
DIHK: "Aufschwung kein Selbstläufer"
Jupp Zenzen, Konjunkturexperte beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), sieht die Lage geteilt. "Der dritte Anstieg bei den Auftragseingängen in Folge ist ein gutes Zeichen. Ohne die Berücksichtigung der insbesondere rüstungsgetriebenen Großaufträge fallen die Zuwächse allerdings deutlich bescheidener aus."
Zumindest die Talsohle scheine nun erreicht. "Ein Aufschwung in der Industrie ist aber bei weitem kein Selbstläufer, die strukturellen Probleme am Standort Deutschland wie hohe Kosten, hohe Steuern und überbordende Bürokratie bleiben ungelöst."