Nach Einschätzungen des israelischen Militärexperten Danny Citrinowicz reicht dafür allein die Bedrohung von Angriffen auf die Schifffahrt aus. Ein schlagkräftiger Huthi-Akteur, der Bab al-Mandab bedroht, Saudi-Arabien unter Druck setzt und US-Ressourcen verschlingt, werde vom Iran als Erfolg gewertet.
Können regionale Verteidigungspakte für Sicherheit sorgen?
Die Einnahme Mokkas durch die Huthi ist auch eine Herausforderung für andere Staaten in der Region. Pakistan hat den Iran nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehrfach aufgefordert, die verbündeten Huthi zu zügeln. Armeechef Asim Munir soll Teheran bei einem Besuch gewarnt haben, Pakistan werde reagieren, sollten die Huthi die Schifffahrt im Roten Meer stören.
Pakistan, die Türkei und Saudi-Arabien haben jüngst einen Verteidigungspakt geschlossen. Ein Angriff auf einen der drei Staaten soll demnach als Angriff auf alle gelten. Ein direkter Einsatz pakistanischer Kampfjets von Stützpunkten in Saudi-Arabien sei jedoch unwahrscheinlich, hieß es aus den Sicherheitskreisen in Islamabad. Es sei jedoch möglich, dass dort stationierte Luftabwehrsysteme gegen Huthi-Angriffe eingesetzt werden.
Experte Citrinowicz stellt den Verteidigungspakt infrage. Ein Bündnis, das nur in Friedenszeiten funktioniere, sei kaum ein belastbares Bündnis, schreibt er auf X.