SPD zeigt sich zufrieden Kostenschätzung für Hängebrücken bleibt stabil

So soll sie mal aussehen, die neue Fußgängerbrücke im Frankenwald, hier zu sehen am Andockpunkt an der Burgruine in Lichtenberg . Foto: Ingenieure schlaich bergermann partner

Die Genossen hatten vor Wochen einen Antrag gestellt. Der Landkreis solle einen Sachstandsbericht abliefern zum touristischen Megaprojekt.

Hof - Für den geplanten Bau der Fußgänger-Hängebrücken im Höllental wird weiterhin mit Kosten in Höhe von 22,3 Millionen Euro gerechnet. Dies ergab ein Antrag der SPD-Kreistagsfraktion auf einen Sachstandsbericht zu dem Projekt, der am gestrigen Freitag bei einer Kreisausschusssitzung im Hofer Rathaus behandelt wurde. Wie der SPD-Kreisrat Matthias Döhla auf Nachfrage sagte, hatte der Antrag vor allem den Zweck, herauszufinden, ob aufgrund der Corona-Pandemie beziehungsweise derzeit zu beobachtenden Preissteigerungen im Rohstoffbereich mit höheren Kosten zu rechnen wäre.

Matthias Döhla lobte den „umfassenden“ Sachstandsbericht durch Stefan Krippendorf vom Bereich Tourismus und Landkreisentwicklung des Landratsamtes Hof. Was er gehört habe, lasse ihn „wieder ruhiger schlafen“ und habe ihn insgesamt zufriedengestellt – so zum Beispiel auch die Bekanntgabe von Landrat Dr. Oliver Bär, dass die Bayerische Staatsregierung zugesagt habe, den Bau mit 80 Prozent der förderfähigen Kosten zu bezuschussen. Eine Kostenaktualisierung des Gesamtprojektes sei erst möglich, nachdem die Bauleitplanung fertiggestellt sei, womit bis zum Jahresende gerechnet werde.

Matthias Döhla betonte, dass man den Antrag nicht aus parteipolitischen Erwägungen gestellt habe, sondern dass es um regelmäßigen Informationsaustausch gehe: „Wir müssen an den Themen dranbleiben und wissen, was los ist, um rechtzeitig gegensteuern zu können.“ Zwar sei er selbst kein Befürworter des Projekts, aber er trage den mehrheitlichen Beschluss mit. Es sei also bei dem Antrag nicht darum gegangen, die Brücken grundsätzlich in Frage zu stellen, sondern auf dem Laufenden zu bleiben. „Wir sehen uns als eine Art Bank“, sagte der Kreisrat. „Da wir über die Mittel mit entscheiden, müssen wir uns erklären lassen, wie das Business-Konzept lautet.“

Um regelmäßigen Informationsfluss sei es auch bei einem weiteren SPD-Antrag zur Lebensmittelnahversorgung gegangen. Dieses Thema solle nun im Arbeitskreis „Smart-Cities“ mit angesiedelt werden. Das Fazit von Matthias Döhla: „Das war für uns ein sehr positiver Vormittag, weil wir viele Dinge einbringen konnten.“

 

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