Krach in der AfD Kreis-AfD wirftGerd Kögler Spalterei vor

Nach Gerd Köglers Austritt aus der AfD tritt die Partei gegen ihren ehemaligen Vorsitzenden nach. Foto: pr.

In der Partei rumort es. Nach dem Austritt von Gerd Kögler spricht die AfD von schlechtem Stil.

Der Streit zwischen der AfD und dem früheren Kreisvorsitzenden Gerd Kögler eskaliert. Wie berichtet, ist Kögler am Freitag aus der Partei ausgetreten (wir berichteten in der Samstagsausgabe). Jetzt meldet sich der Kreisverband der AfD mit einer Stellungnahme zu Wort.

Wie es in dem Schreiben heißt, hat sich Gerd Kögler nicht erst seit der Einleitung des Ausschlussverfahrens gegen sich von der Partei entfremdet. „Die subtilen Versuche in der Vergangenheit, die AfD in ein gutes und schlechtes Lager zu spalten, haben dazu bereits den Grundstein gelegt“, schreibt Kreisvorsitzender Dieter Lehné.

Unmut über Diffamierung

Ebenso habe die Diffamierung von Parteimitgliedern als radikal/extrem für Unmut im Kreisverband und darüber hinaus gesorgt. Auch die nicht erfolgte Wiederwahl in den Landesvorstand sowie als Kreisvorsitzender von Hochfranken zeichnete nach Ansicht von Lehné die mangelnde innerparteiliche Mehrheitsfähigkeit ab. Auch die Bezeichnung des neuen Kreisvorstandes als angeblich nicht bürgerlich zeuge von einem schlechten Stil. „Es ist nichts bekannt darüber, dass der neue Vorstand sich in dieser vorgeworfenen Richtung geäußert hätte.“ Die Anführung von inhaltlichen Belegen dazu werde von Kögler als entbehrlich betrachtet. Diese Unterstellungen weist der Kreisvorstand zurück. „Wir sind konservativ-bürgerlich-freiheitlich von der politischen Ausrichtung. Die Unterstellung der Landesvorstand der AfD Bayern sei von Extremisten dominiert, untermauert nur die Einschätzung der eigenen realitätsbezogenen Entfremdung.“

Lehné wundert sich, dass Kögler beabsichtige, im Kreistag in Wunsiedel Fraktionsvorsitzender zu bleiben. „Der Fraktion einer Partei vorstehen zu wollen, die man als nicht mehr kompatibel mit seinen eigenen Überzeugungen ansieht, ist nur schwer nachvollziehbar. Der Wähler hat der Partei in erster Linie seine Stimme gegeben. Das erworbene Mandat oder den Posten aus monetären oder persönlichen Gründen behalten zu wollen, negiert den Willen der Wähler in dieser Frage.“

Nicht transparent

Auf Nachfrage habe Lehné auch in Erfahrung gebracht, dass eine förmliche Vertrauensfrage per Abstimmung in der Kreistagsfraktion unter Würdigung aller Umstände gar nicht stattgefunden habe. Die Mitglieder der Fraktion erfuhren von dem Austritt aus der Zeitung. Ein transparentes Vorgehen sieht anders aus. „ Wir werden den Vorgang zur abschließenden Klärung auch hinsichtlich der Fraktionsfrage an den Landesvorstand Bayern weiterleiten.“ red

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