Verwaltung, Dienstbesprechungen mit den Inspektoren, den Kreisbrandmeistern und dem weiteren Führungspersonal der Feuerwehren, Stellungnahmen zu Brandschutzgutachten für Sonderbauten, zahlreiche Kontakte zu den Bauämtern gehören zu Härtleins Job, natürlich auch alle Alarmierungspläne. Stellungnahmen zu Kommandantenwahlen sind von ihm gefordert, wenn Brandmeldeanlagen installiert werden, ist er involviert, ebenso benötigt es seine Stellungnahme, wenn neue Fahrzeuge für die Wehren gebraucht werden, wenn es darum geht, die Löschwasserversorgung zu gewährleisten. „Das ist momentan eine heiße Geschichte.“Der Kreisbrandrat ist zudem vorbestimmter örtlicher Einsatzleiter im ganzen Landkreis. Als wegen Corona der Krisenstab fast täglich im Landratsamt getagt hatte, war auch Härtlein mit am Tisch gesessen. „80 Prozent meiner Zeit gehen allein für die Verwaltung drauf, dabei würde ich viel lieber draußen bei den Feuerwehren sein.“ Das Feuerwehrgesetz sieht vor, dass der Kreisbrandrat zur Erledigung all dieser Aufgaben Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeister ernennen kann. „So läuft die Informationskette. Die Kreisbrandmeister stehen seit jeher den Kommandanten als unmittelbare Ansprechpartner zur Verfügung. Wenn auf dieser Ebene Probleme nicht geklärt werden können, wendet man sich an die Inspektoren“, weiß Fritz Weinlein, der seit 1999 als Landkreisführungskraft tätig ist. Die Liste der Aufgaben ist längst nicht komplett. Die viele Zeit, die er für sein Ehrenamt aufwendet, fehlt zum Beispiel der Familie, räumt Härtlein offen ein. Oft genug komme er erst in der Nacht heim. Muss einer verrückt sein, der so etwas auf sich nimmt? Härtlein streitet das nicht ab. „Feuerwehr ist mein Leben.“