Kreisklasse Frankenwald Fünf Tore in 26 Minuten

Der Mann des Spieltags in der Kreisklasse Frankenwald: Matthias Haidvogl, der fünffache Torschütze. Foto: Anpfiff.info

Fußball-Kreisklasse Frankenwald: Matthias Haidvogl aus Martinsreuth erschießt den ATS Selbitz fast im Alleingang. Saalfrank erzielt das Goldene Tor für Naila in Geroldsgrün.

SG Stammbach/Sauerhof – SV 05 Froschbachtal II 2:2 (0:1). – Schiedsrichter: Özdemir (FC Frankenwald); Zuschauer: 50; Tore: 0:1 Ernst (19.), 1:1 P. Exner (46., Foulelfmeter), 2:1 M. Endreß (85.), 2:2 Ultsch (89.). – Ein etwas glückliches Remis für den Tabellenzweiten. In der ersten Halbzeit sahen die wenigen Zuschauer eine ausgeglichene Partie ohne klare Torgelegenheiten. So entsprang das 0:1 mehr einer Zufallsaktion, die Routinier und Torjäger A. Ernst clever abschloss. Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag, als der lange verletzte Torjäger N. Patzschke eingewechselt wurde und bei seinem Sololauf nur noch regelwidrig im Strafraum gebremst werden konnte. Den Foulelfmeter verwandelte P. Exner unhaltbar. Die Heimmannschaft bekam langsam Oberwasser – klare und erfolgversprechende Chancen blieben auf beiden Seiten weiter Mangelware. Doch die dramatische Schlussphase hatte es in sich. Routinier M. Endreß mogelte sich im Strafraum vor das Tor und verlängerte eine Vorlage sogar zur 2:1-Führung, die jedoch nicht lange Bestand hatte. Fast mit dem Schlusspfiff jubelten dann die glücklichen Gäste, als sie ein grobes Missverständnis im SG-Abwehrverbund eiskalt ausnutzen konnten und der 2:2-Endstand damit feststand – für Stammbach zwar denkbar unglücklich, für den kampfstarken Tabellenzweiten aber nicht ganz unverdient.

SpVgg Selbitz II – SG Ahornberg/Leupoldsgrün 1:1 (1:0). – Schiedsrichter: Keser (Unterkotzau); Zuschauer: 35; Tore: 1:0 Nikolaidis (10.), 1:1 Civak (69.). – Die Heimelf begann gut und wollte endlich einmal zeigen, dass der Tabellenstand nicht dem Leistungsvermögen entspricht. Nach der ersten Ecke, die Dima wunderbar auf den am langen Pfosten trat, stand Nikolaidis bereit und nickte mustergültig ein. Aber dieser Treffer schien die Heimelf zu hemmen. In der 57. Minute dann die erste große Chance zum Ausgleich: Ein Eckball klatschte an den Pfosten. Nach knapp 70 Minuten war es dann soweit. Wie in den vorangegangenen Spielen hatte die Heimelf kein Glück. Eine Ecke von Civak wollte Torwart Kylioglu abfangen. Er rutschte aber beim Abspringen weg und der Ball segelte zum Ausgleich in die lange Ecke. Mit der Punkteteilung war jeder zufrieden.

FCR Geroldsgrün - FSV Naila 0:1 (0:0). – Schiedsrichter: Szczepanski (Hof); Zuschauer: 70: Tor: 0:1 Saalfrank (88.). – Die Gastgeber begannen gut, kamen aber nicht zu Torchancen. Naila war gefährlicher. Torhüter Horn (FCR) rettete vor der Pause gegen Saalfrank. Auch nach dem Wechsel lag das Chancenübergewicht bei den Gästen. Jedoch schien der gute FCR- Keeper unüberwindbar. Selbst einen abgefälschten Freistoß von Islamovic (FCR) parierte er glänzend. Erst kurz vor Schluss erlöste Saalfrank seine Anhänger und traf nach einem Abwehrfehler ins lange Eck. Unterm Strich ein letztlich verdienter Sieg der Gäste, die mit den Bodenverhältnissen besser zurechtkamen. Geroldsgrün bescherte Torhüter Brunhuber einen ruhigen Nachmittag, da der FCR keine echte Torchance herausspielte.

FC Martinsreuth ll – ATS Selbitz 6:0 (2:0). – Schiedsrichter: Boujjia (Bayreuth); Zuschauer: 47; Tore: 1:0 M. Barthold (12.), 2:0 bis 6:0 M. Haidvogl (42., 47., 56., 58., 68.). – Der FCM ll startete aufgeweckt und kam in den ersten Spielminuten zu mehreren Chancen. Eine davon nutzte M. Barthold gewohnt sicher in der 12. Minute nach Hereingabe von M. Haidvogl. Nach der ersten Druckphase der Hausherren konnte sich der ATS Selbitz immerhin etwas befreien, kam jedoch nicht zu zwingenden Torchancen. Kurz vor der Pause hob Matthias Haidvogl einen langen Ball aus dem Mittelfeld entscheidend per Kopf über den Schlussmann des ATS Selbitz und erhöhte auf 2:0 (42.). Im zweiten Durchgang waren die Hausherren sofort wieder hellwach und nutzten direkt den ersten Angriff durch M. Haidvogl (47.), der entschlossen zum 3:0 traf. Nach dieser kalten Dusche war der ATS merklich angeschlagen und konnte nicht mehr druckvoll genug nach vorne spielen. Martinsreuth ll, insbesondere M. Haidvogl, der einen Glanztag erwischte und weitere drei Tore für seine Farben erzielte (56./58./68.), hingegen nutzte seine Angriffe sehr konsequent.

TuS Schauenstein II – FC Frankenwald II 3:0. – Schiedsrichter Gossrau (Saaletal) war dem Spiel ein hervorragender Leiter; Zuschauer 30; Tore: 1:0 Anzalone (27.), 2:0 Krenz (50., Elfmeter), 3:0 Wurzbacher (67.). – Der TuS bestimmte von Anfang an das Spiel. Chancen von Wunderlich und Krenz verfehlten nur knapp das von Friedrich gut gehütete Tor. In der 22. Minute hatte auch der Gast seine erste Chance durch einen Freistoß. In der 26. Minute dann der verdiente Führungstreffer durch Anzalone nach schönem Doppelpass. Der TuS bestimmte weiterhin bis zur Pause die Partie. Kurz nach Wiederanpfiff wurde Sturmtank Wunderlich regelwidrig zu Fall gebracht und der gut leitende Schiedsrichter Gossrau zeigte auf den Punkt. Der unermüdliche Antreiber und Kapitän Paul Krenz verwandelte den Strafstoß sicher. In der 65. Minute machte der kurz vorher eingewechselte Felix Wurzbacher den 3:0-Endstand perfekt. Der TuS hätte den Sieg noch höher gestalten können.

SG Gefrees/Streitau – FC Döbraberg 1:0 (0:0). – Schiedsrichter: Ali Ezer (Kleinschwarzenbach); Zuschauer: 70: Tore: 1:0 Ülker (80.). – In einem kampfbetonten Spiel konnte Gefrees aus der Überlegenheit der ersten Halbzeit kein Kapital schöpfen. In der 80. Minute erzielte Ülker nach einer Einzelleistung und einem überlegten Torabschluss das 1:0 für die SG. Danach drückten die Gäste, ohne jedoch zum Erfolg zu kommen. Unterm Strich ein verdienter Heimsieg für die SG, wobei man die nie aufgebenden Gäste und die faire Spielweise beider Mannschaften lobend erwähnen muss.

SG Lippertsgrün-Marlesreuth – TV Kleinschwarzenbach 1:1 (1:1). – Schiedsrichter: Dietrich (Lauenstein); Zuschauer: 51, Tor: 1:0 Umlauf (16.), 1:1 Sehlert (30.). – Im Duell der Aufsteiger erwischten die Gäste zunächst den besseren Start, scheiterten jedoch mit mehreren Abschlusschancen. Nach dem ersten sehenswerten Angriff der SG wurde Burkel elfmeterreif im Strafraum gefoult. Umlauf verwandelte sicher. Doch Kleinschwarzenbach belohnte sich für den guten ersten Durchgang. Nach einer Ecke verwandelte Sehlert freistehend. In der zweiten Hälfte spielten beiden engagiert, blieben jedoch ohne Torgefahr. Eine gerechte Punkteteilung.

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