Kreisliga Nord Frösche und Schauenstein vornweg

A.H.

Die ebenfalls ungeschlagenen FC Frankenwald und TSV Presseck/Enchenreuth kosten sich im direkten Duell gegenseitig Punkte.

VfB Helmbrechts – TuS Schauenstein 1:3 (0:1). Schiedsrichterin: Köppel; Zuschauer: 150; Tore: 0:1 Saalfrank (9.), 0:2 Wunderlich (71.), 1:2 Shtop (81.), 1:3 Saalfrank (88.).

Der TuS Schauenstein erwischte den besseren Start und erzielte in der zehnten Minute das 0:1. Die VfB-Jungs kamen nach dem Schock besser ins Spiel und hatten durchaus Möglichkeiten zum Ausgleich, doch diese wurden leichtfertig vergeben bzw. zu umständlich ausgespielt. Kurz vor der Halbzeit war der TuS näher am 0:2, aber die Rothosen durften sich beim gut aufgelegten Torwart Hüttner bedanken, dass es mit 0:1 in die Pause ging. Nach der Pause war der VfB am Drücker, aber die Schauensteiner nutzen eine Nachlässigkeit in der Hintermannschaft zum 0:2. Der VfB gab sich nicht auf und kam in der 80. Minute zum verdienten Anschlusstreffer durch Shtop. Danach warfen die Rothosen alles nach vorne, dies wurde aber mit dem 1:3 bestraft.

BSC Tauperlitz - FC Eintracht Münchberg II 1:2 (0:1).Schiedsrichter: Franz Macht (TSV Neudrossenfeld); Zuschauer: 60; Tore: 0:1 Keskin (20.), 0:2 Tanicev (20.), 1:2 Min. Micklisch (63.); Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Glück (68./BSC).

Zunächst war die Partie ausgeglichen, mit den besseren Möglichkeiten für die Heimelf. Dann gingen die Gäste durch eine schöne Einzelleistung von Keskin in Führung. BSC-Torhüter Heidler hielt seine Mannschaft mit Glanzparaden im Spiel. Die Minuten vor und nach der Pause waren geprägt von vielen Fouls und Nickligkeiten (insgesamt zehnmal Gelb). In die zweite Hälfte startete der BSC mit viel Druck aufs Gästetor, kassierte aber aus dem Nichts das zweite Gegentor. Die Tauperlitzer gaben sich aber nicht auf und zeigten Moral. Der Anschluss durch Spielertrainer Micklisch war hochverdient. Die überharte Hinausstellung von Glück bremste den BSC. Dennoch entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Doch es blieb beim Sieg für die cleveren Gäste.

FC Frankenwald - TSV Presseck/Enchenreuth 1:1 (1:0). – Schiedsrichter: Ergün Kukul (SV Türk Gücü Neustadt); Zuschauer: 274; Tore: 1:0 Jahrsdörfer (6.), 1:1 Salkica (81.).

Die Heimelf war zunächst aggressiver und besser im Spiel. Immer wieder wurden die Gäste angepresst und unter Druck gesetzt. Bereits nach sechs Minuten gelang Timo Jahrsdörfer die schnelle Führung. Jonas Schramm hätte kurz danach fast ausgebaut. Die Gäste wirkten überrascht und hatten in Durchgang eins nur eine gefährliche Aktion. Felix Heidenreiter verpasste den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel wollte die Burger-Elf den Ausgleich erzwingen. Korzendorfer drehte zum vermeintlichen 1:1 kurz nach der Pause ab, Schiri Kukul entzog dem Treffer aber die Anerkennung. Die Gäste drückten weiter. Luk Grätz verhinderte gleich mehrmals den Einschlag. Die ersatzgeschwächte Heimelf wehrte sich nach Kräften, doch das 1:1 zehn Minuten vor dem Ende per Kopf von Salkica war schwer zu verteidigen. Aufgrund der verschiedenen Halbzeiten ist das 1:1 ein gerechtes Endergebnis.

FC Wiesla Hof – FC Martinsreuth 3:2 (1:0). Schiedsrichter: Eugen Schäfer (Rehau); Zuschauer: 130; Tore: 1:0 Schörner (42./Eigentor), 1:1 Schörner (47./Elfmeter), 1:2 T. Speck (50./Eigentor), 2:2 Fischer (62.), 3:2 Schörner (66./Eigentor). – Zum Start des Wiesla-Sportfests am Südring sahen die Zuschauer eine intensive und turbulente Kreisligapartie, in der der Martinreuther Robin Schörner zur tragischen Figur wurde. Doch der Reihe nach. Nach einer langen Flanke von Reuther versuchte Schörner in der 42. Minute den Ball per Kopf zu klären. Dabei verlängerte er das Spielgerät unglücklich ins eigene Tor. Schörner selbst bügelte sein Eigentor dann vorerst wieder aus, indem er kurz nach Wiederanpfiff einen Elfmeter mustergültig verwandelte. Eine identische Situation wie beim 1:0 gab es dann auch vor dem Hofer Tor. Einen ebenfalls langen Ball beförderte Tim Speck beim Klärungsversuch ins eigene Netz – 1:2. Nach einen scharfen Pass von Mirco Speck traf Fischer zum Ausgleich, und nur kurz später war es erneut FCM-Unglücksrabe Schörner, der einen Freistoß von Heilmann ins eigene Netz und zum 3:2-Endstand für den FC Wiesla Hof beförderte.

SV 05 Froschbachtal – ATSV Münchberg/Schlegel 5:1 (2:1). – Schiedsrichter: Winterstein (Mitwitz); Zuschauer: 175; Tore: 0:1 Sellak (8.), 1:1 Hager (15.), 2:1 Sachs (35.), 3:1 Gebelein (56.), 4:1 Schuberth (78.), 5:1 Heger (84.).

Vor allem im ersten Durchgang tat sich die Heimelf gegen gut organisierte Gäste lange schwer. Die Münchberger gingen folgerichtig mit 1:0 in Führung, nachdem Andreas Frisch gut auf Sellak durchsteckte und dieser mit einem strammen Linksschuss Torhüter Möschwitzer keine Chance ließ. Erst nach 20 Minuten fand die Heimelf besser ins Spiel. Torjäger Hager traf dann per Elfmeter zum inzwischen verdienten Ausgleich. Danach kam die Heimelf ins Rollen, und der aktive Sachs vollendete per Lupfer zum Führungstreffer. Nach dem Pausenpfiff agierte die Heimelf sicherer, während die Kräfte bei den Gästen schwanden. So trafen die beiden Verteidiger Gebelein und Heger per Kopf und Schubert aus spitzen Winkel zum am Ende auch in der Höhe verdienten Sieg.

ZV Feilitzsch – FC Wüstenselbitz 1:2 (0:1). – Schiedsrichter: Stich (Fuchsmühl); Zuschauer: 100; Tore: 0:1 Horn (31.), 0:2 Kolditz (73./Elfmeter), 1:2 Kieweg (80.).

Die Gastgeber begannen mit Offensivfußball. Die Gäste ließen Feilitzsch kommen, um dann gefährlich zu kontern. So entstand das 0:1. Die Platzherren drängten auf das gegnerische Tor, vergaben jedoch gute Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Feilitzsch stürmte und der Gastkonterte zum 0:2. Danach gingen die Gastgeber noch mehr in die Spitze, aber mehr als der Anschluss kam nicht heraus.

SG Höllental-Saaletal – FC Ort 3:0 (1:0). – Schiedsrichter: Burak Kilinc (Moschendorf); Zuschauer: 100; Tore: 1:0 Schinzel (35./ET), 2:0 Brack (83.), 3:0 Dick (85.).

Nach zunächst Mittelfeldgeplänkel eröffnete die Heimelf durch Spranger die Torraumszenen. Eine 35-Meter- Volley-Granate explodierte am Torgebälk. Die Führung resultierte aus einer perfekten Torvorlage des soeben für den verletzten Grabner eingewechselten Wadah Al Rahmoun, mit der er Schinzel geradezu zum Eigentor nötigte. Sonst wäre Brack dagewesen. Nach der unnötigen Tätlichkeit von Olah erspielte sich die SG auch in Unterzahl zahlreiche Torchancen, die durch Dick, Albig und Brack zunächst noch nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Auf der Gegenseite musste Lindner nur einmal sein ganzes Können aufbieten. Sonst agierten die Gäste gefällig, aber nicht durchschlagskräftig. Joker Dick avancierte zum Matchwinner, als er zunächst nach schöner Einzelleistung perfekt auf Brack ablegte, der mit platziertem Flachschuss einschob. Kurz danach Dick aus 16 Metern in Beckenbauermanier mit Außenrist unhaltbar ins linke Eck setzte.

 

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