Kreisliga Süd Arzberg siegt auch gegen Saalestadt

So intensiv wie der Zweikampf zwischen Arzbergs Jonas Zeidler (rechts) und Saalestadts Jonas Greim war auch das Spitzenspiel. Am Ende konnte sich der VfB durchsetzen und bleibt verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. Foto: Thomas Schrems

Dem VfB wird in der Kreisliga Süd beim Vorjahresmeister alles abverlangt, doch Lukas Grafs Tor beschert den nächsten Sieg. Marktleuthen verschafft sich in Kondrau Luft im Abstiegskampf.

SpVgg Saalestadt – VfB Arzberg 2:3 (1:2). – Schiedsrichter: Christopher Franek (FC Höllental); Zuschauer: 110; Tore: 1:0 Bertl (10.), 1:1 Dörr (15.), 1:2 Lang (33.), 2:2 Weiss (47.), 2:3 Graf L. (59.); Gelb-Rote Karte: Babelli - Foulspiel (90.+7). – In der Gesamtschau siegte der Tabellenführer verdient und bleibt weiter ohne jeden Verlustpunkt. Arzberg hatte allerdings durchaus Glück, dass die Gastgeber nach der Führung nicht direkt nachlegten, stattdessen glich der VfB mit seiner ersten Möglichkeit direkt aus und bekam zunächst mehr Zugriff auf das Spiel als die Saalestädter. Im strömenden Regen arbeitete sich die SpVgg gerade wieder zurück in die Partie, als Torjäger Lang ein Ball mehr oder weniger vor die Füße fiel. Er vergab wenig später die große Chance zum 3:1, so konnte Weiß unmittelbar nach der Pause ausgleichen. Es entwickelte sich die beste Phase der Begegnung, in der beide Teams zeigten, mit welchem Tempo sie agieren können: Die erneute Arzberger Führung nach einer der vielen Standardsituationen gab den Platzherren aber einen Knacks mit, von dem sie sich nicht erholten.

SpVgg Weißenstadt - FC Tirschenreuth 5:1 (3:1). – Schiedsrichter: Lucas Hauschild (Sportring Bayreuth); Zuschauer: 60; Tore: 1:0 Herold (13.), 2:0/3:0 Gräbner (23./36.), 3:1 Popp B. (43.), 4:1 Fellermeyer (54.), 5:1 Sommer (65.). – Die SpVgg feiert einen verdienten Heimsieg gegen den Bezirksligaabsteiger. Nach kurzem Abtasten leitete Albrecht per Hacke den Ball genial auf Herold weiter, der überlegt zur Führung einschob. Nachdem Stäudel einen Freistoß noch an die Latte setzte, war Gräbner nach einem Eckball zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Das 3:0 war ein Spiegelbild vom 2:0. Ecke, per Kopf verlängert und erneut war Gräbner zur Stelle. Schön und Völkl, der den Außenpfosten traf, hatten gute Möglichkeiten für die Gäste. So konnte Popp kurz vor der Pause auch nicht ganz unverdient verkürzen. Nach der Pause hatte Sammueller die erste Gelegenheit für die Oberpfälzer. Mit dem dritten Treffer nach einer Ecke sorgte Fellermeyer allerdings für die Entscheidung zugunsten der Heimelf. Sommer erhöhte ebenfalls per Kopf zum 5:1.

Kickers Selb II – TSV Konnersreuth 2:5 (1:1). – Schiedsrichter: Eugen Schäfer (FC Rehau); Zuschauer: 50; Tore: 0:1 Neumann (7.), 1:1 Kutbay (45.+1), 1:2 Bauer (53.), 1:3 T. Lang (59., Eigentor), 2:3 Küttner (73., Foulelfmeter), 2:4 Pirner (82.), 2:5 Plaß (90.); Rote Karte: Küttner (Kickers/81., Notbremse), Gelb-Rot: Wagneter (TSV/70., Reklamieren nach Foulspiel). – Die erste Halbzeit verlief gemessen an der Tabellensituation nicht nur überraschend ausgeglichen, die noch sieglose Heimelf war phasenweise sogar die bessere Mannschaft. Dennoch vollendeten die Gäste ihren ersten gelungenen Angriff zur frühen Führung. Die Platzherren zeigten sich jedoch wenig beeindruckt davon und suchten weiter den Weg nach vorne. In der letzten Viertelstunde vor der Pause kamen sie auch zu guten Möglichkeiten und erzielten in der Nachspielzeit den verdienten Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel schlugen die Konnersreuther erneut eiskalt mit ihrem ersten Abschluss zu – und legten wenig später nach. Hoffnung keimte im Selber Lager plötzlich durch einen verwandelten Foulelfmeter und der damit verbundenen Ampelkarte für den TSV-Keeper auf. Ein Platzverweis auf der anderen Seite machte die Hoffnungen aber zunichte.

SV Mitterteich II – TSV Thiersheim 1:3 (0:1). – Schiedsrichter: Ulrike Schraml (TSV Neudorf); Zuschauer: 50; Tore: 0:1 Werner (5.), 0:2 Kaya (59.), 0:3 Werner (60.), 1:3 L. Göhlert (76.). – Eine absolut vermeidbare Heimniederlage für die Stiftländer, die bei allen drei Gegentoren den Gästen praktisch den Sieg auf dem Silbertablett servierten. Bereits nach fünf Minuten war ein Missverständnis zwischen Torhüter Schultes und seiner Innenverteidigung ursächlich für den frühen Rückstand, und nach dem Wechsel lud man innerhalb von zwei Minuten den TSV noch einmal ein, der sich zweimal nicht bitten ließ. Auf der Gegenseite ging man wieder einmal fahrlässig mit den eigenen Chancen um, sodass man sich teilweise selbst am Einschuss hinderte.

SF Kondrau – FC Marktleuthen 2:4 (0:3). – Schiedsrichter: Alexander Walter (1. FC Waldstein); Zuschauer: 90; Tore: 0:1 Hudecek (2.), 0:2 Schwara (32.), 0:3 Lhotsky (43.), 0:4 Liebsch (72.), 1:4/2:4 Brunner (79./83.). – Der neue FCM-Trainer Michael Ott feierte einen gelungenen Einstand und der Neuling in diesem wichtigen Kellerduell seinen zweiten Saisonsieg. Bereits mit den ersten Angriff gingen die Gäste durch einen Fernschuss in Führung. Danach übernahm Kondrau zwar die Spielkontrolle und konnte sich reihenweise gute Torchancen rausspielen. Doch entweder scheiterten die Hausherren am gegnerischen Torwart Lackmann oder schossen an dessen Tor vorbei. Mit dem zweiten und dritten Torschuss erzielte der Gast die sichere Pausenführung. Nach der Pause versuchten die Sportfreunde zwar das Ergebnis noch auszugleichen, aber weiterhin wurden gute Chancen vergeben. Als Liebsch das vierte Tor erzielte dachten alle, das Spiel wäre gelaufen. Aber Brunner brachte mit einem schnellen Doppelschlag nochmals Spannung ins Spiel. Seine Tore fielen allerdings zu spät und so konnte Marktleuthen drei sehr wichtige Punkte mitnehmen.

ASV Waldsassen - ASV Wunsiedel 2:1 (1:1). – Schiedsrichter Harald Lippert (ATS Hof/West); Zuschauer: 80; Tore: 0:1 Falck (12.), 1:1 Ernstberger, Foulelfmeter (31.), 2:1 Ernstberger (90.)

SpVgg Wiesau – TSV Waldershof 0:5 (0:2). – Schiedsrichter: Roman Solter (TSG Weiherhammer); Zuschauer: 100; Tore: 0:1 Bertsch (19.), 0:2 Schindler (22.), 0:3 Schindler (50.), 0:4 Bertsch (58.), 0:5 Adam (68.). – Chancenlos unterlag die junge Wiesauer Elf einer in allen Belangen überlegenen Waldershofer Mannschaft. Das Fehlen von gleich sechs Stammkräften zeigte sich in allen Mannschaftsteilen. So beherrschten die Gäste über die gesamte Spielzeit das Geschehen.

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