Wie Eltern und Tochter noch heute leiden
Für die Eltern ist der Fall noch lange nicht vorbei. "Sie empfinden es so, dass ihre Tochter und sie lebenslang bestraft sind", sagte ihr Anwalt. "Da ist noch eine ganze Menge therapeutische Hilfe notwendig. Das Mädchen sei "als Zufallsopfer aus dem Leben gerissen worden".
Auch der Richter stellte heraus: "Die Geschädigte leidet bis heute erheblich unter der Tat." Früher lebensfroh und zutraulich, sei sie nun ausgeprägt ängstlich, habe ihre kindliche Unbeschwertheit verloren. Der Vater sei seit der Tat arbeitsunfähig, die Familie habe starke finanzielle Sorgen.
Wird es Gespräche mit dem Europa-Park geben?
Nach Angaben von Anwalt Schulte-Günne sind Vater und Mutter weiter zu Gesprächen mit dem Europa-Park bereit. Ziel müsse es sein, das Sicherheitskonzept zu verbessern. Es solle um klare Alarmketten ebenso gehen wie um geschultes Personal und verbindliche Reaktionen. Der Anwalt kritisierte zudem die Eigentümer des Parks: "Es wäre zu wünschen, dass sich ihre persönliche Betroffenheit über die mögliche Furcht vor einem prozessualen Risiko hinwegsetzt", sagte er.