Kriminalroman Inspirationen aus dem Dreiländereck

Josef Rosner
Yvette Eckstein beim Signieren. Foto: Josef Rosner

Die Autorin Yvette Eckstein liest im Schafferhof aus ihrem neuen Krimi. Dabei plaudert sie auch aus dem Nähkästchen und gibt Einblicke in ihre Arbeit.

 
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„Ich war 2013 zum ersten Mal auf der Luisenburg, ich dachte damals nicht im Traum daran, dass ich mal ein Buch darüber schreibe“, sagt die 33-jährige Autorin Yvette Eckstein, als sie kurz vor der Lesung im Schafferhof mit unserer Zeitung spricht. Nach ihrem Erstlingswerk „Wen die Specht holt“ brachte die gebürtige Schwäbin, sie lebt im Landkreis Augsburg, jetzt ihren zweiten Krimi „Der Tod spielt auf der Luisenburg“ heraus. Rund 60 Zuhörer besuchten die Lesung im besonderen Ambiente.

Ehemann aus Höflas

Yvette Eckstein hat ein besondere Beziehung zur Region und ganz speziell zu Konnersreuth. Ihr Ehemann Stefan, mit dem sie seit 2016 verheiratet ist, stammt aus der kleinen Ortschaft Höflas (zwischen Arzberg und Konnersreuth). Gemeinsam haben sie drei Kinder, wobei der jüngste von ihnen, der vier Monate alte Corbinian, bei der Lesung mit dabei ist. Etwa alle sechs Wochen ist die Familie in der Marktgemeinde zu Gast.

Mit dabei hat Eckstein ihr neuestes Werk „Der Tod spielt auf der Luisenburg“, ein 230-seitiger Krimi. „Bisher läuft der Verkauf sehr gut“, sagt die Autorin. Zu kaufen gibt es den Krimi für 13 Euro in allen guten Buchhandlungen. Im Gespräch macht sie deutlich, dass es im zweiten von ihr verfassten Krimi weniger gruselig als bei ihrem Erstlingswerk zugeht. „Das haben einige Leser damals kritisiert, dass mein Erstlingswerk schon recht blutig und gruselig ist. Darauf habe ich reagiert“, sagt sie nun. „Das bisherige Feedback ist ausgesprochen gut“, freut sich Eckstein über anerkennende Worte ihrer Leser. Hat sie schon weitere Planungen für die Zukunft? „Ja, mein drittes Buch ist in Arbeit. Ich setze meine Rundreise durch die Region fort. Soviel kann ich verraten, beim nächsten Buch spielt der Geschichtspark Bärnau eine tragende Rolle“. Erscheinen soll das Buch dann im neuen Jahr. Inspiriert wird Eckstein in ihren Krimis, von der, wie sie sagt, herrlichen Gegend und den sympathischen Leuten sowie von dem Dreiländereck Oberpfalz, Oberfranken und Tschechien.

Tod vor Publikum

Für den Förderverein „Informations- und Begegnungszentrum Schafferhof“ hieß stellvertretender Vorsitzender Otto Grillmeier die Zuhörer willkommen. Für Yvette Eckstein hatte er eine kleine Aufmerksamkeit dabei. „Meine Reise geht weiter“, eröffnet Yvette Eckstein ihren Part und betont, dass auch in ihrem zweiten Krimi Konnersreuth, oder, wie es im Buch heißt, „Holzwiesenreuth“, eine entscheidende Rolle spielt. Kurz zusammengefasst: „Die Luisenburg-Festspiele sind in vollem Gange, als eines Abends der „Boandlkramer“ auf der Freilichtbühne zusammensackt, direkt vor den Augen von Kriminalkommissarin Klara Stern, die in der restlos ausverkauften Vorführung sitzt. Bei Klara schrillen alle Alarmglocken, sie ist sich sicher, der Schauspieler ist keines natürlichen Todes gestorben.

Schleunigst ruft sie ihren Kollegen Johann Kranzfelder hinzu und erklärt ihm, „wir haben einen Toten auf der Luisenburg“. Gemeinsam tauchen sie in die Theaterwelt ein, mitten in ein undurchsichtiges Netz aus Lügen und Misstrauen.

Blick hinter Kulisse der Festspiele

Yvette Eckstein verrät bei der Lesung auch, dass sie Backstage die Luisenburg besucht und auch Einblicke hinter die Kulissen erhalten hat, sodass sie diesen Krimi auch realistisch schreiben konnte. Freimütig gibt sie zu, dass sie in ihrem neuen Krimi Grenzen überwinden will, deshalb auch der Ausflug nach Oberfranken. „Die Luisenburg ist ja nur einen Katzensprung von hier entfernt“, lässt sie ihre Zuhörer wissen. Hauptkommissar Johann Kranzfelder übernimmt auch dieses Mal federführend die Ermittlungen. Unterstützung bekommt Kranzfelder von einem Bayreuther Kollegen, die jedoch wegen der Soko „Panzerknacker“ kaum Kollegen abstellen können. Kranzfelder übernimmt deshalb die Ermittlungen.

Rivalitäten, Liebschaften, Spielsucht

Schon fast andächtig hängen die Zuhörer an den Lippen von Yvette Eckstein, die versucht, Spannung in dem Krimi aufzubauen. Kranzfelder fragt: „Wer ist der Tote?“ Klara Stern sagt, „der Tote ist der Tod, der Boandlkramer“. Das Buch erzählt von Rivalitäten, Liebschaften, Schulden, Spielsucht und einer Familientragödie. Freilich, wer der oder die Mörder sind, erfahren die Zuhörer nach der spannenden Lesung nicht, schließlich soll das Buch auch verkauft werden.

Lang anhaltender Beifall belohnte Yvette Eckstein für ihre Lesung, die Lust auf das Buch machte. Gerne signierte sie im Anschluss Exemplare ihrer Bücher.

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