All das zeigt, wie außer-, wie ungewöhnlich die Beziehung zwischen Infantino und Trump ist. Außer Frage steht, dass der FIFA-Boss aktuell Zuspruch gebrauchen kann. Den bekommt er zwar auch weiter von Verbänden, doch eine Revolte ist im Gange. Die Europäische Fußball-Union droht dem 56-Jährigen im Zusammenhang mit dem gescheiterten Investorendeal mit rechtlichen Schritten und will eine Wiederwahl Infantinos 2027 verhindern.
Eine Mail des Generalsekretärs
Eine "traurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen" habe FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström in dem Wirbel um das Investorenfiasko erkannt, berichtete Sky News unter Bezug auf eine interne Mail des Spitzenfunktionärs an die Mitarbeiter. "Wir alle wurden mitten in einen Aufruhr hineingeworfen, der nur schwer zu begreifen und zu akzeptieren ist."
Einzelne Personen, instabile Momente und unglückliche Vorfälle würden aber kommen und gehen. "Ich möchte außerdem, dass ihr wisst, dass euch meine Tür weiter offensteht. Ich werde unsere Teams, unsere Arbeit und unsere Mission weiter jede Stunde eines jeden Tages unterstützen, solange meine Arbeit von denjenigen geschätzt wird, denen wir dienen." Das konnte man auch als Bewerbungsschreiben für das Amt des FIFA-Präsidenten lesen.