Künstler in Marxgrün Der Kunst ganz nah

Sandra Hüttner

Künstler aus der Region zeigen in Marxgrün ihre Arbeiten. Dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind, zeigte der Tag der offenen Tür.

Ein Teil der regionalen Kunstszene ist mit den Ateliers von CM Brushed Soulcolors und des Fotografen Thomas Buchta in einen Teil des Zweigwerkes des Nailaer Unternehmens Ontec in Marxgrün eingezogen. Sie und weitere Kunstschaffende haben die ganze Bandbreite ihres Schaffens beim Tag der offenen Tür präsentiert.

Der Besuch lohnte sich, denn Vielfalt war definitiv geboten. Da arbeitete etwa die freischaffende Künstlerin Carmen Vogt von „Carmen mARTin brushed soulcolors“, die in Naila-Kleinschmieden zu Hause ist. Sie steht etwa für Shabbymöbel, für Upcycling alter Dinge oder Porträts. „Ich hoffe, dass es jetzt wieder Workshops für mehrere Personen geben kann. In den zurückliegenden zwei Jahren beschränkte sich dies auf Kurse eins zu eins“, erzählt Carmen Vogt und lässt sich bei Airbrush über die Schulter schauen.

Mit im Boot ist Fotograf Thomas Buchta aus Fattigau. Er bot als Highlight „Holi-Shooting“ – Bilder von Tier und Mensch beim Bewerfen von Farbbeuteln. „Zwölf Anmeldungen liegen vor, aber da krieg ich schon noch was rein“, meint der Fotograf schmunzelnd und nimmt sich viel Zeit, um auch von dem Vierbeiner richtig großartige Fotos liefern zu können.

Musik gehörte ebenfalls zum Tag der offenen Tür, und diese lieferte Rainer Schmidt, bekannt als Der Rockschreiner, der ohne seine Gitarre nicht vorstellbar ist und diese natürlich auch hier zupfte. Auch spielt er nicht nur Gitarre, sondern auch mit Worten und Phrasen und auf keinen Fall ohne seinen Hut, samt Federn.

Dann ist da Silke Baderschneider, die zwei ihrer Greifvögel dabeihatte, die man gerne auf die Faust nehmen konnte. „Wer sich traut, kann den Greifvögeln ganz nah sein, ob nun Wüstenbussard, Steinkauz oder Schneeeule“, erzählte Silke Baderschneider, die mehrere Greifvögel besitzt und mit ihnen hobbymäßig arbeitet.

Fantasie pur gab es dann bei Eva Jobst, die eine Garderobe mit unzähligen Kleidern, Headpieces und Schmuck im Gepäck hatte, um die „Mächte der Finsternis“ zu wecken, wohl eher, um die Verwandlung für ein Fantasy-Foto perfekt zu machen. Ihr zur Seite stand Christina Helldörfer, die das passende Make-up auftrug und die Haare in Form brachte. „Es ist alles möglich, ob nun Märchenprinzessin oder dunkle Fee – jede und jeder wie er gerne möchte“, versicherte die Künstlerin.

Man konnte auch einfach durch die Räume bummeln und die Objekte betrachten, natürlich auch kaufen. „Wir zeigen und bieten alles, was kreativ ist“, meinte Carmen Vogt und freute sich über den ausreichenden Platz, Kreativität auch leben zu können. „Wir wollen mit unserem Atelier keine Konkurrenz aufbauen.“

 

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