Drastische Einschnitte in den Sozialstaat. Ein Angriff auf die Errungenschaften, für die Betroffene, Verbände und Fachleute jahrzehntelang gekämpft hätten. Ein Dokument, „das Sozialleistungen wie Haushaltsposten behandelt und in dem die Menschen, die auf sie angewiesen sind, nicht vorkommen“: Der Paritätische Wohlfahrtsverband erhebt schwere Vorwürfe gegen eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände. Diese hat ein Papier erarbeitet, in dem auf 108 Seiten Sparvorschläge und Kürzungen bei den Eingliederungsleistungen für Menschen mit Behinderung formuliert sind. „Was hier im Verborgenen verhandelt wird, betrifft Millionen Menschen unmittelbar – und kein einziger Vorschlag fragt, was die Einschnitte für die betroffenen Menschen bedeuten“, schreibt der Verband in einer Stellungnahme, nachdem ihm das Dokument zugespielt wurde und er es mit Kommentaren versehen im Internet öffentlich gemacht hat.
Kürzungen bei Eingliederungshilfe Rückfall in den alten Fürsorgestaat
Michael Ertel 12.05.2026 - 17:00 Uhr