Kulmbach 13 Lehrer müssen in Quarantäne

Abstand halten und Mundschutz - diese Vorgaben gelten in Corona-Zeiten auch für Schulen in Südthüringen. Foto: Marijan Murat/dpa Quelle: Unbekannt

Das Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium in Kulmbach hat seinen ersten Corona-Fall. Die Schulleitung aktiviert das im Lockdown erprobte Notprogramm.

Kulmbach – Nachdem eine Schülerin positiv auf Covid-19 getestet worden ist, geht der Schulbetrieb am Kulmbacher Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium (MGF) unter Einschränkungen weiter. „Wir haben den Laden im Griff“, sagt Oberstudiendirektor Horst Pfadenhauer im Gespräch mit der Frankenpost. Es werde weiter gearbeitet, allerdings sei in der aktuellen Situation auch vieles auf Kante genäht. 13 Lehrer befinden sich vorsorglich in Quarantäne.

Die schlechte Nachricht aus dem Gesundheitsamt hat die Schule am vergangenen Freitag am späten Nachmittag erreicht. Das Direktorat wurde darüber informiert, dass eine Schülerin aus der neunten Jahrgangsstufe mit Corona infiziert ist. „Es ist der erste Fall am MGF“, sagt Pfadenhauer. Der Schulleiter hat daraufhin am Samstag alle Schüler, Eltern und Lehrer über die Lage in Kenntnis gesetzt.

Die betroffene Schülerin war das letzte Mal am 8. und am 9. Oktober in der Schule und danach krank zu Hause. Jeder, der mit der Neuntklässlerin an diesen beiden Tagen in Kontakt gekommen ist, wurde vom Gesundheitsamt ausfindig gemacht und zum Test gebeten. Betroffen sind neben den Lehrern und der kompletten 9c auch die Schüler aus den Parallelklassen, die in Religion und der Fremdsprache im selben Unterrichtsraum gewesen sind. Sie alle wurden als Kontaktpersonen ersten Grades eingestuft.

„Wir waren am Montag alle beim Test“, sagt Horst Pfadenhauer. Er geht davon aus, dass frühestens am Dienstagnachmittag – wahrscheinlicher aber erst am Mittwoch – alle über die Ergebnisse informiert werden. Der Schulleiter hofft, dass sich wie beim letzten Corona-Alarm am MGF vor drei Wochen keine weiteren positiven Fälle ergeben. „Trotzdem werden wir alle die Quarantänezeit zu Hause abwarten müssen.“ Pfadenhauer ist als Geschichtslehrer der 9c selbst davon betroffen. Je nachdem, wann der letzte Kontakt mit der Schülerin stattgefunden hat, endet die Quarantänezeit am kommenden Donnerstag oder Freitag.

Bis dahin läuft am MGF das Notprogramm, das zuletzt während des Lockdowns im Frühjahr erprobt worden ist. Alle 13 Lehrerinnen und Lehrer, für die die Quarantäne gilt, können über das Online-Portal für ihre Klassen entsprechende Arbeitsaufträge bereitstellen. Die betroffenen Schüler wissen, wie sie das krisenerprobte System nutzen. „Da es sich um unsere neunte Jahrgangsstufe handelt, die mit den Modalitäten des Schulportals bereits vertraut ist, sollte es hier keine Schwierigkeiten geben“, sagt Pfadenhauer.

Der MGF-Direktor ruft einmal mehr alle dazu auf, in dieser schwierigen Zeit zusammenzuhalten: „Für uns alle wünsche ich mir, dass wir engagiert, aber auch mit der nötigen Gelassenheit, jetzt auch diese neue Phase der Herausforderungen meistern.“

 
 

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